OB Dr. Hammer bekommt bei der Wahl in Dinkelsbühl eine Herausforderin | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.08.2025 17:02

OB Dr. Hammer bekommt bei der Wahl in Dinkelsbühl eine Herausforderin

Anja Schmidt-Wagemann will Rathauschefin in Dinkelsbühl werden. Vier politische Gruppierungen wollen sie nominieren.  (Foto: privat/Sarah Korn)
Anja Schmidt-Wagemann will Rathauschefin in Dinkelsbühl werden. Vier politische Gruppierungen wollen sie nominieren. (Foto: privat/Sarah Korn)
Anja Schmidt-Wagemann will Rathauschefin in Dinkelsbühl werden. Vier politische Gruppierungen wollen sie nominieren. (Foto: privat/Sarah Korn)

Wer steht ab Frühjahr 2026 an der Spitze der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl? Bündnisgrüne, DGG, SPD und Wählergruppe Land setzen bei ihrem Wahlvorschlag auf Anja Schmidt-Wagemann. Mit der aktuellen Rathauschefin der Nachbargemeinde Fichtenau soll Amtsinhaber Dr. Christoph Hammer bei der Kommunalwahl am 8. März eine Herausforderin bekommen.

Ihren Entschluss, Anja Schmidt-Wagemann als Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin nominieren zu wollen, haben der Dinkelsbühler Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen, die noch junge Gruppierung DGG (Dinkelsbühl Gemeinsam Gestalten), SPD und Wählergruppe Land am Mittwochnachmittag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt gegeben. Wie es dort heißt, hätten sich zudem die Freien Wähler nach guten Gesprächen offen gezeigt. Alle fünf Gruppierungen sind mit Sitzen im Stadtrat vertreten. Die DGG ist entstanden, nachdem vor kurzem vier Mitglieder aus den Reihen der Christsozialen ihren Austritt aus der CSU-Fraktion erklärt hatten.

Breite Unterstützung gefunden

Nach mehreren sehr positiven Gesprächen habe sich eine breite Unterstützung für Schmidt-Wagemann ergeben, heißt es in der Pressemitteilung zur Vorstellung der gemeinsamen Kandidatin. Das Anforderungsprofil sei voll erfüllt und man habe mehrheitlich signalisiert, dass sie nominiert werden solle.

Durch ihre zehnjährige Erfahrung im Bürgermeisteramt in Fichtenau und ihre vorherige Arbeit in verschiedenen Funktionen bei der Regierung von Mittelfranken kenne Schmidt-Wagemann auch die bayerische Kommunalverwaltung sehr gut. Dies qualifiziere sie deutlich für das Amt der Oberbürgermeisterin. Darüber hinaus sei sie wegen der geografischen Nähe Fichtenaus zu Dinkelsbühl bereits über zahlreiche Themen gut informiert. Die 47-jährige Bewerberin freue sich auf den kommenden Wahlkampf und sei sehr froh, dass sie eine breite Unterstützung bei ihrer Kandidatur erfahre. Die Termine für die jeweiligen Nominierungsversammlungen werden jetzt festgelegt.

Gemeinsame Planung der Nachbarkommunen

Anja Schmidt-Wagemann ist in der Dinkelsbühler Verwaltung nicht unbekannt. Denn die Große Kreisstadt und ihre Nachbargemeinde Fichtenau planen derzeit in der Nähe von Neustädtlein in Baden-Württemberg gemeinsam eine grüne Tankstelle.

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Die Bewerberin ist seit 2015 Rathauschefin in Fichtenau. Im Mai 2023 wurde sie dort in ihrem Amt bestätigt. Die heute 47-Jährige setzte sich gegen den Mitbewerber Mathias Scheuer durch, der bei der Kommunalwahl im März als Bürgermeisterkandidat für die Schopflocher CSU antreten soll. Anja Schmidt-Wagemann ist parteilos und wolle dies, wie es hieß, auch weiter bleiben.

Erst die zweite OB-Kandidatin

Schmidt-Wagemann ist in der Dinkelsbühler Geschichte die zweite Frau, die sich um das höchste Amt in der Stadt bewirbt. Erste Frau war 1991 die Ansbacherin Renate Ruckdeschel, die für die Grünen gegen Amtsinhaber Dr. Jürgen Walchshöfer (CSU) angetreten war. Weitere Bewerber waren damals Hans Unger (SPD) und Dr. Gerhard Gündermann (Freie Wähler).

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