Veröffentlicht am 25.05.2023 14:00

Neustadt: Bleibt die Ansbacher Straße viel länger Baustelle?

Nur in einer Richtung ist die Ansbacher Straße derzeit befahrbar. Eigentlich sollten Aus- und Umbau bis zum Herbst abgeschlossen sein, doch mittlerweile ist auch schon vom Frühjahr 2024 die Rede. (Foto: Patrick Lauer)
Nur in einer Richtung ist die Ansbacher Straße derzeit befahrbar. Eigentlich sollten Aus- und Umbau bis zum Herbst abgeschlossen sein, doch mittlerweile ist auch schon vom Frühjahr 2024 die Rede. (Foto: Patrick Lauer)
Nur in einer Richtung ist die Ansbacher Straße derzeit befahrbar. Eigentlich sollten Aus- und Umbau bis zum Herbst abgeschlossen sein, doch mittlerweile ist auch schon vom Frühjahr 2024 die Rede. (Foto: Patrick Lauer)
Nur in einer Richtung ist die Ansbacher Straße derzeit befahrbar. Eigentlich sollten Aus- und Umbau bis zum Herbst abgeschlossen sein, doch mittlerweile ist auch schon vom Frühjahr 2024 die Rede. (Foto: Patrick Lauer)

Sie ist eine der Hauptverkehrsrouten der Kreisstadt – die Ansbacher Straße in Neustadt, bei den Behörden auch als Staatsstraße 2255 bekannt. Sie stellt die direkteste Verbindung nach Markt Erlbach und weiter nach Ansbach dar. Ihr Aus- und Umbau sollte eigentlich im Herbst abgeschlossen sein. Eigentlich.

In der Stadtratssitzung vor zwei Wochen hatte Jürgen Brenner aufhorchen lassen. Das Gremiumsmitglied der SPD und Anwohner der Straße hatte massive Zweifel daran geäußert, dass der Ausbau in der vorgesehenen Zeit über die Bühne gehen könne. Er habe schon mehrfach „zweifelnd mit dem Kopf schüttelnde“ und fluchende Bauarbeiter beobachtet, die sich über den maroden Unterbau der Straße gewundert hätten. „Wenn die ein bisschen abgraben, sind sie sofort auf dem Dreck“, so Brenner – mit dem ursprünglich geplanten Auftragen einer neuen Deckschicht alleine werde man diesen Bau wohl kaum abschließen können.

Ganz so schwarz wie Jürgen Brenner will Bernd Trapp nicht malen. Der Tiefbauspezialist am Neustädter Bauamt und in dieser Eigenschaft zuständig für den zeitgleich vonstatten gehenden Umbau der Gehwege, spricht von derzeit laufenden „Prüfungen“ des Untergrunds. Er hat beobachtet, dass Brenner bezüglich mancher Bereiche wohl recht hat: „Stimmt schon, der Aufbau, den man da vorfindet, ist ganz unterschiedlich.“ An manchen Stellen sei der Zustand durchaus befriedigend, in anderen Bereichen könne kaum von einem echten Unterbau die Rede sein – da werde man um einen Vollausbau wohl kaum herumkommen. Im Klartext: In diesen fraglichen Abschnitten müsste die Straße von Grund auf neu hergestellt werden müssen, bevor man überhaupt an das Aufbringen des Asphalts denken kann.

Keine Probleme bei den Gehwegen

Trapp jedoch hat nur die Gehwege zu verantworten, denn diese bleiben in städtischer Baulast und Verantwortung. Bei diesen seien bislang keine größeren Schwierigkeiten aufgetreten, denn da spiele der vorhandene Unterbau nicht die große Rolle.

Letztlich aber bestätigt auch das zuständige staatliche Bauamt in Person von Bauoberrat Frank Biedermann die Brenner’schen Beobachtungen. Auf eine Anfrage der Redaktion teilte Biedermann gestern mit: „In Teilbereichen mit nicht ausreichender Befestigung wird ein Vollausbau durchgeführt. Soweit aus dem Untergrund keine ausreichende Tragfähigkeit vorhanden sein sollte, werden auch dort geeignete Maßnahmen in Form von Erhöhung der Aufbaustärke ergriffen. Eine genaue Festlegung der Bereiche für den Asphaltausbau bzw. der Bereiche mit einer tiefergehenden Erneuerung, kann erst nach Freilegung der jeweiligen Teilbereiche und nach einer Abstimmung mit allen Beteiligten erfolgen.“

Im Klartext: Es gibt offenbar etliche Bereiche, in denen der Unterbau komplett erneuert werden muss und das macht die Sache nicht nur schwieriger und teurer, sondern mutmaßlich auch langwieriger. Hinzu kommt laut Biedermann, dass sich auch die im Rahmen der Gesamtmaßnahme notwendigen Leitungsverlegungsarbeiten als „umfangreicher und komplizierter“ erwiesen hätten, „als zunächst angenommen“,

Zielsetzung für ein Ende in 2023 steht noch

Was das für die Bauzeit bedeutet? Ganz konkret wollte Biedermann diesbezüglich nicht werden. Die Zielsetzung, wonach man „noch in diesem Jahr“ fertig sein wolle, bleibe bestehen. Man befinde sich aktuell in der Abstimmung mit der Baufirma und „wir sind sehr bemüht, die Maßnahme nicht länger laufen zu lassen, als notwendig“. Allerdings sei mittlerweile absehbar, dass sich erst zum Jahresende zeigen werde, ob die Witterung die abschließenden Asphaltierungsarbeiten zulasse. Vielleicht, so Biedermann, könnten diese auch erst „nach der Winterpause im kommenden Frühjahr erledigt werden“.

Laut Biedermann stehe man im intensiven Kontakt mit der Baufirma. Jürgen Brenner hatte unter anderem moniert, dass die Zahl der bislang eingesetzten Bauarbeiter nicht sehr beeindruckend gewesen sei. Dem Bauamt ist dies nicht verborgen geblieben, denn Biedermann schreibt: „Für den Bauablauf wurde bereits zugrunde gelegt, dass ( . . . ) zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Umfang des eingesetzten Personals vor Ort entsprechend erhöht wird.


Patrick Lauer
Patrick Lauer
north