Nachts im RothenburgMuseum: Mit der Taschenlampe ging es durch die Gänge | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 22.09.2026 17:30

Nachts im RothenburgMuseum: Mit der Taschenlampe ging es durch die Gänge

Rund 60 kleine und große Gäste lauschten den Geschichten von Nonne Sabine beim Museumsfest am Samstagabend. (Foto: RothenburgMuseum)
Rund 60 kleine und große Gäste lauschten den Geschichten von Nonne Sabine beim Museumsfest am Samstagabend. (Foto: RothenburgMuseum)
Rund 60 kleine und große Gäste lauschten den Geschichten von Nonne Sabine beim Museumsfest am Samstagabend. (Foto: RothenburgMuseum)

Rund 200 große und kleine Gäste haben das Museumsfest des RothenburgMuseums gefeiert. Eingeladen hatte der Freundeskreis der Einrichtung um seine Vorsitzende Jutta Striffler. Ihre Bilanz fällt eindeutig aus: „Auch nächstes Jahr wird es wieder ein Museumsfest bis nachts geben.”

Zu Beginn des Abends hatte sie bei der offiziellen Begrüßung gesprochen und sich bei allen Mitwirkenden wie der Musikschule, der Gruppe „Rothenburg Anno 1631“ des Festspiels, den Helferinnen und Helfern aus den Reihen des Freundeskreises sowie dem Team des Museums bedankt.

Hervorgehoben wurde „die Bedeutung des Hauses im Allgemeinen, welches nicht nur am Museumsfest, sondern auch das ganze Jahr hinweg immer wieder einen Besuch wert sei”, schreibt die Interimsleiterin des Museums, Franziska Krause, in ihrem Bericht. Außerdem habe Striffler das Engagement des Freundeskreises für das Haus und in der Mitgestaltung des Veranstaltungsangebotes im Speziellen hervorgehoben, wie beispielsweise durch das Format „Kunst sehen und verstehen“, eine Vortragsreihe, die immer am letzten Sonntag des Monats im Museum angeboten wird.

Danach ging es los mit dem eigentlichen Programm. Bei der Familien- und Kinderführung mit Nonne Sabine wurden rund 60 Teilnehmende gezählt. In der Mitteilung zu lesen: „Nach dem Start im Innenhof des Museums fokussierte sich die Führung auf den Kreuzgang im Erdgeschoss des Gebäudes und machte bei einer kompletten Kreuzgangumrundung auf einige Highlights entlang des Weges aufmerksam wie beispielsweise die Baumeisterfiguren, die Rothenburger Passion, die Judaika-Abteilung oder die mittelalterliche Klosterküche.”

Szenen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und der Rothenburger Weg im Detail

Ein „kleines Konzert der Schülerinnen und Schüler der Rothenburger Musikschule” wurde im Sommerrefektorium angeboten. Einer Flötengruppe unter der Leitung von Thomas Meyer lauschten rund 60 Leute. Nach einem trommlerischen Solo von Dirk Semmler von der Musikschule zeigte im Dormitorium die Gruppe „Rothenburg Anno 1631“ des Festspiels vor rund 70 Interessierten Szenen aus ihrem lebendigen Museum, die in regelmäßigen Abständen in voller Länge im Historiengewölbe im Rathaus zu sehen sind. Die ausgewählten Szenen „schilderten eindringlich das Leben während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges”, beschreibt Krause.

Das könnte Sie auch interessieren

„Kommt mit auf den Rothenburger Weg!“ hieß es anschließend mit Jutta Striffler. In ihrer Führung widmete sie sich dem neuesten Teil der Dauerausstellung, dem „Rothenburger Weg“. Den Fokus legte sie der Mitteilung zufolge auf den gelungenen Wiederaufbau Rothenburgs nach dem Zweiten Weltkrieg. Es wurden rund 60 Teilnehmende gezählt.

Mit der Taschenlampe durch die langen Gänge und verwinkelten Räume

Weil der ehemalige Leiter des Museums, Dr. Hellmuth Möhring, krankheitsbedingt kurzfristig ausgefallen war, hatte Freundeskreismitglied Andreas Oft seine Taschenlampenführung übernommen. Mit rund 70 Gästen zog er im Licht der Taschenlampe von der mittelalterlichen Klosterküche über das historische Kaminzimmer bis hin zum Winterrefektorium, dem ehemaligen Speisesaal der Nonnen.

Während des gesamten Abends konnten im Fischkeller wieder Modeln selbst gebastelt und angemalt werden. Das Angebot wurde besonders von Familien mit Kindern rege angenommen, berichtet Interimsmuseumsleiterin Krause. Ebenfalls im Fischkeller sorgte der Freundeskreis für das leibliche Wohl.

north