Das mutmaßliche Straßenrennen zweier Autofahrer bis hinein in den Ansbacher Ortsteil Kurzendorf hat ein Nachspiel für die Beteiligten: Die zwei Männer müssen nicht nur mit einer Anklage rechnen – womöglich sehen sie auch ihre Autos nicht wieder.
Wie Oberstaatsanwalt Jonas Heinzlmeier berichtet, folgten auf den Vorfall am 22. Februar 2025 weitere Ermittlungen. Die beiden Autofahrer, jeweils 27 Jahre alt, waren nach Überzeugung der Polizei mit fast 200 km/h über die Landstraße zwischen Meinhardswinden und Kurzendorf geheizt. Nach dem Ortsschild berührten sich beide Wagen, ein BMW und ein illegal auf 800 PS aufgemotzter Ford Mustang. Daraufhin schoss der Mustang über den Gehweg, prallte gegen einen Baum und einen Schuppen.
In den Autos saßen noch jeweils 23 Jahre alte Beifahrerinnen. Alle Beteiligten wurden verletzt, eine Person musste mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Fußgänger waren glücklicherweise zu diesem Zeitpunkt dort nicht unterwegs. Das hätte auch anders ausgehen können: Direkt neben der Unfallstelle liegt die Verkaufsstelle eines Direktvermarkters.
Die Ermittlungen gegen die beiden Fahrer stehen nach Angaben von Heinzlmeier inzwischen „kurz vor dem Abschluss”. Als Vorwurf stehe das illegale Kraftfahrzeugrennen im Raum. Beiden Beschuldigten, die laut Polizei miteinander befreundet sind, wurde die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen.
Die zwei hochmotorisierten Fahrzeuge wurden beschlagnahmt. Das Ziel sei es, „dass sie als Tatmittel eingezogen werden”, sagt Heinzlmeier. Das heißt: Die beiden Raser würden ihre Autos nicht mehr zurückbekommen. Eine solche Entscheidung würde das Gericht treffen, sollte es zum Prozess kommen. Die Autos würden dann „zugunsten der Staatskasse verwertet werden”, erklärt der Oberstaatsanwalt. Während der Mustang stark beschädigt sei, habe zumindest der BMW einen Restwert.