Die geplanten Veränderungen beim diesjährigen Reichsstädtischen Weihnachtsmarkt in Bad Windsheim erhitzen die Gemüter in der Stadt. Am Donnerstagabend wurde nun eine Petition gestartet. Bis Freitagnachmittag kamen schon über 1000 Unterschriften zusammen.
Die Verantwortlichen der Kur-, Kongress- und Touristik-GmbH (KKT) hatten am Donnerstag gegenüber unserer Redaktion erklärt, dass es für den diesjährigen Weihnachtsmarkt ein neues Konzept geben soll – samt Eislaufbahn auf dem Marktplatz und Glühweinstimmung an allen Wochentagen im Advent. Die Konsequenz: Nach 45 Jahren ist damit die Schaustellerfamilie Krzenck/Straetemans raus.
Im Netz, speziell in einer Bad Windsheimer Gruppe in den sozialen Medien, echauffierten sich daraufhin zahlreiche Mitglieder. Massiv wurde die KKT-Entscheidung, ohne die Bad Windsheimer Schausteller zu planen, kritisiert. Unter anderem war eine Unterschriftensammlung in Betracht gezogen worden, die am Donnerstagabend dann auch unter dem Titel „Erhalt des traditionellen Weihnachtsmarktes in Bad Windsheim” gestartet wurde.
Online, aber auch offline werden seitdem Unterschriften gesammelt. Hans-Peter Zenk hat sie ins Leben gerufen. In der Beschreibung heißt es: „Seit Jahrzehnten ist der Weihnachtsmarkt in Bad Windsheim ein Höhepunkt in der vorweihnachtlichen Zeit, ein Ort der Begegnung und des Zusammenkommens für die Gemeinde. Für viele, wie meine Familie und mich, sind die vertrauten Stände der Familie Krzenck ein fester Bestandteil dieses Marktes.”
Und weiter: „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Stadtverwaltung von Bad Windsheim sicherstellt, dass die Gründer und bewährten Partner des Marktes weiterhin die Möglichkeit haben, ihre Stände aufzustellen. Auf diese Weise bleibt der Weihnachtsmarkt ein lebendiges Symbol unserer Gemeinschaft und Tradition, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.”
Mit der Petition solle ein Zeichen gesetzt werden, erklärt Hans-Peter Zenk auf Nachfrage im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Unterschriften sollen in der nächsten Sitzung des Stadtrates, die nach aktuellem Stand für Donnerstag, 30. Oktober, angesetzt ist, an das Gremium übergeben werden. Wie Zenk zudem betont, sperre er persönlich sich nicht gegen ein neues Konzept. Er kritisiere die mangelhafte Kommunikation und fehlende Einbeziehung der Bad Windsheimer Schaustellerfamilie. „Man muss mit den Menschen reden und diese auch abholen.”