Nach Einbruch in Ansbach: Kripo fasst Tatverdächtigen unter Mordverdacht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.03.2025 12:39, aktualisiert am 13.03.2025 15:12

Nach Einbruch in Ansbach: Kripo fasst Tatverdächtigen unter Mordverdacht

Der Einbruch in der Büttenstraße mit am Ende tödlichem Ausgang für einen Bewohner hatte in Ansbach für Aufruhr gesorgt.  (Foto: Johannes Hirschlach)
Der Einbruch in der Büttenstraße mit am Ende tödlichem Ausgang für einen Bewohner hatte in Ansbach für Aufruhr gesorgt. (Foto: Johannes Hirschlach)
Der Einbruch in der Büttenstraße mit am Ende tödlichem Ausgang für einen Bewohner hatte in Ansbach für Aufruhr gesorgt. (Foto: Johannes Hirschlach)

Im Fall des in der Nacht auf Aschermittwoch in seiner Wohnung überfallenen und zwischenzeitlich verstorbenen 66-jährigen Mannes ist es der Sonderkommission (SOKO) „Stadtgraben” bei der Ansbacher Kriminalpolizei zwischenzeitlich gelungen, einen Tatverdächtigen zu ermitteln. Das gab das Polizeipräsidium Mittelfranken nun bekannt.

Der 47-Jährige wurde am Dienstagnachmittag festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft, heißt es. Nach dem Überfall wurde der 66-jährige Überfallene ins Krankenhaus gebracht. Dieses verließ der Mann am Freitag jedoch und wurde später bei einer Fahndung der Polizei leblos aufgefunden.

Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes

Aufgrund des „wahrscheinlichen Zusammenhangs des Todes des Mannes mit dem vorausgegangenen Gewaltdelikt” hatte die Ansbacher Kriminalpolizei die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts übernommen.

Ein 66-Jähriger wurde in der Nacht auf Mittwoch in der Ansbacher Büttenstraße nahe des dortigen italienischen Restaurants gewaltsam aus dem Schlaf gerissen und schwer verletzt. Hier ist ein Archivfoto von einem früheren Einsatz in dieser Straße zu sehen. (Archivbild: Jim Albright)

Brutaler Überfall in Ansbach: Einbrecher verprügelt schlafenden Bewohner

Ein Unbekannter stieg in der Nacht auf Mittwoch in eine Wohnung in der Büttenstraße ein. Das Verhalten und Motiv des Täters geben Rätsel auf.

Zur schnellen und umfassenden Aufklärung des Tatgeschehens wurde die SOKO Stadtgraben ins Leben gerufen. Die Ermittler stellten laut Mitteilung seitdem umfangreiche Untersuchungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ansbach an. Hierzu wurde neben der Auswertung gesicherter Spuren insbesondere das Umfeld des Opfers genau unter die Lupe genommen, heißt es.

Im Stadtgebiet festgenommen

Im Rahmen der Ermittlungen ergab sich zwischenzeitlich ein dringender Tatverdacht gegen einen 47-jährigen Bekannten des Mannes. Nach Stellung eines Haftantrags durch die Ansbacher Staatsanwaltschaft wurde der Tatverdächtige am Dienstagnachmittag im Stadtgebiet Ansbach festgenommen. Ein Ermittlungsrichter erließ zwischenzeitlich Haftbefehl wegen Mordes, so das Präsidium.

Obwohl es sich bei dem 47-Jährigen um einen Bekannten des Opfers handelt, steht als Motiv momentan im Wesentlichen nur das Eigentumsdelikt im Raum, erklärte Oberstaatsanwalt Jonas Heinzlmeier auf Nachfrage der Redaktion. Der Tatverdächtige hatte drei Uhren und Bargeld mitgenommen.

War das Opfer betrunken?

Im Nachgang der Tat war das Gerücht herumgegangen, der 66-jährige Überfallene sei zum Zeitpunkt des Überfalls stark alkoholisiert gewesen. Dies konnte Heinzlmeier nicht bestätigen: „Objektiv lässt sich dazu nichts sagen”, erklärte er. Denn: Ein Atemalkoholtest sei bei dem Mann nicht durchgeführt worden.

Das liege daran, dass der Mann erst viele Stunden nach der Tat von den Einsatzkräften behandelt wurde, denn der Notruf ging erst am Mittwochmittag ein. Außerdem habe für die Sanitäter zunächst die Behandlung der schweren Verletzungen im Vordergrund gestanden.

Die Ermittlungen der SOKO Stadtgraben zum genauen Tatgeschehen und zu möglichen weiteren Tatbeteiligten dauern an.


Anna Beigel
Anna Beigel
Redakteurin für Westmittelfranken und Landkreis Ansbach
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