Bei Menschen mit lichtem Haar kann ein Mittel mit dem Wirkstoff Minoxidil das Haarwachstum fördern. Doch wer sich das Shampoo, Serum oder die Lotion in die Kopfhaut einmassiert, sollte sich direkt danach gründlich die Hände waschen - zumindest, wenn er oder sie ein Haustier hat. Darauf weist die Aktion Tier hin.
Denn Hund oder Katze kann das Mittel schon in kleinsten Mengen vergiften. Zuerst kommt es zu Atemnot, Blutdruckabfall und Untertemperatur. Danach schlägt der Wirkstoff bei Hunden auf den Kreislauf, bei Katzen auf die Lunge.
Weil Katzen in der Regel weniger als Hunde wiegen, bekommen sie im Verhältnis mehr Gift ab, wenn sie Herrchen oder Frauchen etwa die Hände abschlecken. Sie sterben daher auch häufiger daran als Hunde.
Das Tückische: Weil das rezeptfreie Haarwuchsmittel ein Produkt für Menschen ist, warnen die Beipackzettel bei uns in der Regel nicht ausdrücklich vor den Gefahren für Katzen oder Hunde.
Laut dem Tiermedizin-Portal des Thieme Verlags enthalten nur einige neuere, internationale Chargen oder Produkte mit Fokus auf Anwendersicherheit den Warnhinweis.
Auf folgende Punkte sollten Tierhalter und -halterinnen laut den Experten achten, wenn sie das Haarwuchsmittel benutzen:
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