Lob für Heereszug-Umweg beim Meistertrunk in Rothenburg: Bleibt das dauerhaft so? | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 26.05.2026 17:55

Lob für Heereszug-Umweg beim Meistertrunk in Rothenburg: Bleibt das dauerhaft so?

Mehr Menschen als im vergangenen Jahr haben beim Heereszug zugeschaut – wie hier in der Herrngasse.  (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Mehr Menschen als im vergangenen Jahr haben beim Heereszug zugeschaut – wie hier in der Herrngasse. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Mehr Menschen als im vergangenen Jahr haben beim Heereszug zugeschaut – wie hier in der Herrngasse. (Foto: Clarissa Kleinschrot)

„Super” lautet der erste Kommentar von Festspiel-Chef Martin Wegele, als er nach der Bilanz für das Pfingstwochenende gefragt wird. Es waren mehr Menschen als im vergangenen Jahr da, das Wetter spielte mit und die Alternativroute des Heereszuges wurde so positiv aufgenommen, dass eine permanente Streckenänderung nicht ausgeschlossen ist.

Das erklärt Wegele am Dienstagvormittag im Gespräch mit der Redaktion und sagt, dass ernsthaft disktutiert werden wird, ob es eine Möglichkeit sei, die neue Strecke auch beizubehalten, wenn die Baustelle in der Georgengasse und am Markt abgeschlossen ist und theoretisch zur traditionellen Strecke zurückgekehrt werden könnte – was laut aktuellem Stand im Jahr 2028 wäre.

Denn die Resonanz auf die neue Route ist bislang laut Wegele zu „drei Vierteln” positiv. Die Strecke ist bis zum Marktplatz gleich, doch dann führt sie nicht wie sonst zur Georgengasse und in die Galgengasse, sondern biegt ab in die Herrngasse und führt dann über die Kirchgasse in die Klingengasse und über den Schrannenplatz zurück auf die alte Route in die Galgengasse und zur Pfingstwiese.

Engstellen waren gar kein Problem

„Es war wirklich gut und mal etwas anderes”, kommentiert der Festspiel-Chef. Und auch die vorher ausgemachten Engstellen an der Ecke zur Kirchgasse und am Bogen der Jakobskirche waren kein Problem. Gespanne und Kutschen fuhren problemlos durch. Sehr positiv hebt Wegele auch die beiden Trinkstationen in der Herrngasse und am Schrannenplatz hervor, die das Festspiel vorab mit den beiden Gastro-Betrieben abgesprochen hatte.

Das angebotene Wasser war von den Teilnehmenden des Umzugs angesichts des heißen Wetters dankbar angenommen worden. Während die Temperaturen durchaus „kräftezehrend” gewesen seien, wie es Wegele formuliert, so seien doch alle froh gewesen. „Lieber so als anders herum.” Vergangenes Jahr hatte es Samstag und Sonntag immer wieder geregnet, nur der Montag war voller Sonnenschein gewesen. Zu den Besuchszahlen für dieses Jahr kann das Festspiel noch nicht allzu viel sagen, geht aber davon aus, dass deutlich mehr Besucherinnen und Besucher als im vergangenen Jahr da waren. Nur der Montag war schwächer als im vergangenen Jahr.

Ehrung für den ehemaligen Bürgermeister Kurt Förster

Im Rahmen des Empfangs für die Ehrengäste am Sonntagvormittag im Rathaus gab es eine besondere Ehrung: Kurt Förster, der bis Ende April Bürgermeister von Rothenburg war, wurde für sein langjähriges Engagement bei der Betreuung der Ehrengäste an Festspieltagen gewürdigt. Übernehmen wird das künftig vor allem die neue Zweite Bürgermeisterin Michaela Ebner.

Vonseiten der Polizei wurde kein einziger Pfingst-Einsatz gemeldet.

Die Bilanz des 145. Festspieljahrs fällt für den Meistertrunk-Verein entsprechend „hervorragend” aus. Wegele: „Es gibt gar nichts auszusetzen, es hat alles funktioniert und war rundum erfolgreich.”

north