Erst nach Auszählung des letzten Stimmbezirks war klar: Lichtenaus amtierender Bürgermeister Markus Nehmer (SPD) muss den Staffelstab weitergeben. In der Stichwahl treten Manfred Eschenbacher (Grüne) und Florian Szaefer (CSU) gegeneinander an.
Stimmenkönig war mit 35,7 Prozent der 59-jährige Manfred Eschenbacher. „Ich bin überrascht, dass es so eng ist, aber ich bin natürlich sehr glücklich, dass ich in die Stichwahl gekommen bin”, freute sich der Kandidat der Grünen über den Zuspruch. „Wir werden in den nächsten zwei Wochen noch auf uns aufmerksam machen. Ich bin zuversichtlich, dass es klappt.” Respekt zollte er seinem Mitbewerber Florian Szaefer, der mit sehr viel Engagement in den Wahlkampf gegangen sei. „Als Auswärtiger ist es schwierig, sich in wenigen Wochen im Ort bekannt zu machen.”
„Der Karten sind neu gemischt”, stellte der CSU-Kandidat Florian Szaefer (34) fest. Der Bewerber aus Neunstetten bei Herrieden konnte im ersten Wahlgang auf Anhieb 33,7 Prozent der Wählerinnen und Wähler von sich überzeugen. Damit liegt er nur knapp hinter seinem Konkurrenten. Er lobte den fairen Wahlkampf in der Gemeinde.
Enttäuscht zeigte sich der 43-jährige Amtsinhaber Markus Nehmer. „Ich finde es schade, dass es nicht für die Stichwahl gereicht hat.” Er habe Herzblut und vollen Einsatz für die Gemeinde gegeben, durch die Corona-Zeit in den ersten zwei Jahren aber weniger präsent sein können. Mit 30,7 Prozent der Wählerstimmen liegt der SPD-Mann auf dem letzten Platz und ist damit endgültig aus dem Rennen. „Ein Stück weit ist es Wählerwille, das muss man akzeptieren”, sagte er. Immerhin stehe ein Drittel der Bevölkerung hinter seiner Arbeit. Nehmer möchte seine Expertise weiterhin als Gemeinderat einbringen.
Bei 71 Prozent lag die Wahlbeteiligung in der Marktgemeinde. Das neue Ratsgremium besteht aus folgenden Personen: Frank Galliwoda, Thomas Leidel, Leon Ammon, Hans-Gerhard Meier und Carolin Wellhöfer (CSU), Martin Bauer, Erwin Bauer, Dr. Christoph Keßler, Erwin Czech und Thomas Nölp (UWG), Manfred Eschenbacher, Theresa Magerl, Andreas Baer und Gisela Strößner (Grüne), Markus Nehmer und Monika Haspel (SPD).