Nach dem Pflanzen, Graben, Düngen oder Aufräumen des Balkons kommt das Wegwerfen. Und da kann schon mal was in der falschen Tonne landen. Denn anders als man vielleicht vermuten könnte, gehören ausrangierte Übertöpfe aus Kunststoff beispielsweise nicht in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Darauf weist die Initiative „Mülltrennung wirkt“ hin.
Grund: Sie gelten nicht als Verpackung. Will man sie wegwerfen, kommen sie also entweder in den Restmüll, zum Wertstoffhof oder - hat man eine - in die Wertstofftonne.
Ein Fall für den Restmüll sind auch angeschlagene Blumentöpfe aus Ton oder Holz, Blumendraht und Pflanzenclips. Sehr große, ausrangierte Pflanzgefäße und Blumenkästen aus Kunststoff oder Metall sind auf dem Sperrmüll richtig oder sollten zum Wertstoffhof gebracht werden. Gleiches gilt für kaputte Gartengeräte wie zahnlose Rechen, löchrige Schubkarren oder verbogene Schaufeln.
Und die Kunststoffverpackung von Flüssigdünger darf zwar prinzipiell in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack wandern. Dafür muss sie allerdings auch wirklich leer sein. Reste von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sollen nicht ins Abwasser geraten oder über die unsachgemäße Entsorgung im Garten ins Grundwasser gelangen. Restmengen gibt man deshalb am besten in der Originalverpackung bei einer Sammelstelle für Sondermüll ab. Viele Kommunen bieten solche Sammelstellen an. Die Termine und Standorte sind meist auf der Website der lokalen Abfallbehörde zu finden.
Und was ist mit zurückgeschnittenen Trieben und Co.? Sie kommen, klar, wie auch andere organische Gartenabfälle in die Biotonne. Achten Sie aber darauf, dass keine leeren Pflanztöpfe oder Kunststofffolien mit hineingeraten. Sie verursachen laut der Initiative hohen technischen Aufwand in der Sortieranlage. Außerdem könne mit dem Kompost aus Bioabfällen dann auch Mikroplastik in Ackerböden oder in neue Gartenerde gelangen.
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