In einer schriftlichen Stellungnahme erläutern CSU, FWG und Liste Land, warum sie Stadtrat Jürgen Heckel nicht im Aufsichtsrat der Landesgartenschau (LGS) 2027 Bad Windsheim haben wollen. Die Rätinnen und Räte der drei Fraktionen stimmten in der konstituierenden Stadtratssitzung geschlossen gegen seine Entsendung.
Eine Mitwirkung des „abgewählten Bürgermeisters” Jürgen Heckel im Aufsichtsrat der LGS sehen die drei Fraktionen, die Philipp Flierl als gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt hatten, der dann gewählt wurde, mit „großer Skepsis”. Die Grundlage für ein konstruktives und vertrauensvolles Miteinander fehle, heißt es in der Pressemitteilung.
Öffentlich habe er negativ über die Landesgartenschau-Gesellschaft gesprochen. Das sei nicht alles gewesen. Auch Heckels Verhalten „nach seiner Abwahl“ kritisieren CSU, FWG und Liste Land. Er habe „seine Amtsgeschäfte bereits in der Wahlnacht faktisch niedergelegt“, anstatt diese „verantwortungsvoll bis zum Ende der Amtsperiode“ fortzuführen.
Eine „geordnete und transparente Amtsübergabe“ habe nie stattgefunden, heißt es, obwohl Heckel dies immer wieder beteuert habe. Das lasse die drei Fraktionen daran zweifeln, „ob eine sachliche und zielführende Mitarbeit in dem Gremium des Aufsichtsrates der Landesgartenschau gewährleistet ist“.
Sorge bereite ihnen, dass Heckel die Schuld an „Fehlentwicklungen“ immer anderen gebe. Der ehemalige Bürgermeister übernehme keine Verantwortung „für Probleme, die während seiner Amtszeit entstanden sind, obwohl die maßgebliche Führungsverantwortung bei ihm lag“. Für CSU, FWG und Liste Land sei das ein Widerspruch zu Transparenz, Verantwortungsbewusstsein und Führungsstärke.
„Gerade bei einem Projekt von der Bedeutung der LGS ist ein respektvoller, verlässlicher und kooperativer Umgang aller Beteiligten unerlässlich“, schreiben die Fraktionen und weisen auf das knappe Zeitfenster bis zur Fertigstellung der LGS hin. „Störungen und Verzögerungen“ könne man sich nicht mehr leisten. „Im Sinne des Projekterfolges haben wir deshalb diese Entscheidung so getroffen“, heißt es abschließend.