Andrej Kramaric hat fassungslos auf den vergebenen Sieg der TSG Hoffenheim gegen den VfB Stuttgart reagiert. „Das war schon Wahnsinn und sehr unreif und sehr chaotisch“, kritisierte der 34 Jahre alte Offensivstar der Kraichgauer nach dem 3:3 im Duell der Landesrivalen und dem Last-Minute-Ausgleich der Gäste durch Tiago Tomas (90.+6).
Hoffenheim vergab trotz lange überlegenem Spiel und vieler Tormöglichkeiten die Chance, den VfB in der Bundesliga-Tabelle vom vierten Tabellenplatz verdrängen, der am Ende die Champions-League-Teilnahme garantiert. „Auf jeden Fall werden wir reden. Ich habe schon viel gesehen, auf dem Platz und im Fernsehen. Aber ich habe nicht oft solche Spiele erlebt“, sagte Kramaric.
Als der WM-Zweite von 2018 und WM-Dritte von 2022 spät ausgewechselt wurde (90.+1), sah er mit zwei Toren wie der Mann des Tages vor 30.150 Zuschauern im ausverkauften Sinsheimer Stadion aus. Zumal der kroatische Nationalspieler und die TSG unmittelbar vor Spielbeginn bekanntgegeben hatten, dass Kramaric seinen auslaufenden Vertrag über den Sommer verlängert. Um zwei Jahre, wie der Angreifer später verriet.
„Ich bin nicht schockiert vom Ergebnis, von der letzten Sekunde. Ich bin schockiert, wie wir die letzten 20 Minuten mit einem Mann mehr gespielt haben“, klagte Kramaric im Sky-Interview. Der Stuttgarter Kapitän Atakan Karazor hatte in der 69. Minute die Rote Karte gesehen.
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