Kommunalwahl in Dinkelsbühl: OB Christoph Hammer geht in seine fünfte Amtszeit | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.03.2026 00:51

Kommunalwahl in Dinkelsbühl: OB Christoph Hammer geht in seine fünfte Amtszeit

Dr. Christoph Hammer (CSU) kann als Dinkelsbühler Oberbürgermeister sechs Jahre weitermachen. (Foto: Evi Lemberger)
Dr. Christoph Hammer (CSU) kann als Dinkelsbühler Oberbürgermeister sechs Jahre weitermachen. (Foto: Evi Lemberger)
Dr. Christoph Hammer (CSU) kann als Dinkelsbühler Oberbürgermeister sechs Jahre weitermachen. (Foto: Evi Lemberger)

Dinkelsbühl hat sich für Kontinuität entschieden: Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer (64) bleibt für weitere sechs Jahre im Amt. Die Wählerinnen und Wähler sprachen ihm mit 58,2 Prozent das Vertrauen aus. Seine parteilose Herausforderin Anja Schmidt-Wagemann erhielt 41,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 68,4 Prozent.

Von den 9906 Wahlberechtigten in der Großen Kreisstadt machten 6780 von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Dem Amtsinhaber trauten 3907 Menschen eine fünfte Amtszeit zu. Schmidt-Wagemann erhielt 2808 der abgegebenen gültigen Stimmen. 65 Wahlzettel waren ungültig. 55 Prozent der Dinkelsbühler Wählerinnen und Wähler nutzten die Briefwahl. Hammer hielt mit seinem Ergebnis in etwa sein Resultat von 2020: Vor sechs Jahren erzielte er 59,2 Prozent.

Die Dinkelsbühler CSU traf sich zur Wahlparty im Hotel Goldene Rose. Der Wahlsieger OB Hammer war im Verlauf des Abends auch nach mehreren Versuchen für eine telefonische Ersteinschätzung seines Ergebnisses nicht zu erreichen.

Anja Schmidt-Wagemann und ihre fünf sie unterstützenden Gruppierungen – Bündnis 90/Die Grünen, DGG, Freie Wähler, SPD und Wählergruppe Land – kamen in der Schranne zusammen, um den Ausgang der Auszählung zu verfolgen. Die 48-Jährige wünschte dem Wahlsieger Hammer alles Gute. Zu einem direkten Aufeinandertreffen der beiden Kandidierenden kam es nicht.


Wir wollten einen fairen Wahlkampf machen.

Anja Schmidt-Wagemann

„Das Wahlergebnis ist ok”, resümierte sie in einer Ersteinschätzung. Zwar hätten ihre Unterstützer-Gruppierungen und sie sich einen anderen Ausgang gewünscht, weil sie in vielen Gesprächen mit Dinkelsbühlerinnen und Dinkelsbühlern den Wunsch nach einer Veränderung wahrgenommen habe. „Wir wollten einen fairen Wahlkampf machen. Wir wollten wir bleiben”, äußerte sie zu ihrem Wahlkampf. „Vielleicht war es zu brav”, ergänzte sie noch.

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Anja Schmidt-Wagemann ist noch auf weitere fünf Jahre als Bürgermeisterin der Nachbargemeinde Fichtenau gewählt. Dieses Amt werde sie weiter ausüben, „das habe ich immer gesagt”.

Die Anzahl der Dinkelsbühler Wahlberechtigten gab Wahlleiter Thomas Staufinger mit 9906 an. Vor sechs Jahren hatte es noch 13 Urnenwahllokale und vier Briefwahllokale gegeben. Für die Kommunalwahl 2026 wurden laut Staufinger fünf Urnenwahllokale aufgelöst: „Westliche Altstadt“ und „Östliche Altstadt“ wurden zu einem Wahllokal „Altstadt“ zusammengefasst, Seidelsdorf Langensteinbach, Hellenbach und Dreiweiler sind ganz weggefallen. Weil der Trend zur Briefwahl anhält, gab es in Dinkelsbühl diesmal zehn Briefwahllokale.

Ein Grünen-Kandidat verstarb überraschend

Die Wahl des Stadtrats – das Endergebnis war bei Redaktionsschluss dieser Seite noch nicht bekannt – war überschattet vom Tod eines Listenkandidaten von Bündnis90/Die Grünen. Dr. Gero Stumpf verstarb in der Nacht zum Sonntag. Laut Wahlleiter Thomas Staufinger werden die Stimmen, die der Verstorbene erhalten hat, der Liste der Grünen zugerechnet.

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