Mit einer „kleinen, aber sehr feinen Liste“ geht der SPD-Ortsverein Feuchtwangen in die Stadtratswahl 2026. Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzender Hans Heinrich Unger war sich nach der Nominierung sicher: Alle zwölf Kandierenden – sechs Frauen und sechs Männer – können die Arbeit im Gremium bereichern.
In der zu Ende gehenden Wahlperiode ist die SPD mit drei Sitzen im Rat vertreten. Ein bis zwei mehr sind laut Unger das Ziel.
In seinem Rückblick erinnerte er unter anderem daran, dass die Stelle des städtischen Integrationsbeauftragten auf Antrag der SPD-Ratsfraktion geschaffen worden war, und auch die Erstellung eines Klimaschutzkonzepts und die Anstellung eines Klimaschutzmanagers auf deren Initiative zurückgeht.
Über die vergangenen Jahre sei man der „Stachel im Fleisch“ gewesen, wenn es darum gegangen sei, auf die Haushaltslage hinzuweisen, hob Unger hervor. „Die fetten Jahre sind vorbei“, es gelte, kritisch nachzufragen, „wofür wir als Stadt Geld ausgeben und wofür nicht“, um auch in Zukunft handlungsfähig zu bleiben.
In der Konsequenz habe die SPD-Fraktion den Etat auch schon abgelehnt. Aber „steter Tropfen höhlt den Stein“, meinte Unger. Denn in diesem Jahr hätten jetzt in Vorbereitung auf den Haushalt Gespräche mit Bürgermeister, Fraktionsvorsitzenden und Verwaltung stattgefunden, welche Projekte umgesetzt und wie sie finanziert werden sollen.
Vor der Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten gab es einen Abriss über das Wahlprogramm des Ortsvereins. Ein Punkt lautet „eine Schule für Stadt und Land“. Es müsse eine Grund- und eine Mittelschule für Kinder des ganzen Stadtgebiets geben, die Trennung in Stadt- und Land-Schule aufgehoben werden.
Weitere Aspekte sind etwa eine gute und bezahlbare Kinderbetreuung, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum auch als Belebungsfunktion für die Altstadt, Integration und Inklusion, Umwelt- und Klimaschutz, Investitionen in die Zukunft anstatt in teure Leuchtturmprojekte sowie attraktive und flexible Lösungen für den öffentlichen Personennahverkehr. Nachgedacht werden sollte über neue Konzepte hinsichtlich der Bürgerbeteiligung. Eventuell wären Bürgerräte eine Möglichkeit, bestimmte Themen zu diskutieren. Da müsse man offen sein, sagte Unger.
Die Feuchtwanger SPD stehe für klare Entscheidungen und die zügige Umsetzung von Projekten, betonte Unger. Dafür brauche es jedoch umfassende Informationen. Und diese bekommt der Stadtrat laut Unger bei Tagesordnungspunkten, die nichtöffentlich behandelt werden, nur in Ausnahmefällen im Vorfeld. Man müsse sich dann in der Sitzung innerhalb kürzester Zeit mit komplexen Sachverhalten vertraut machen. Das sei mehrfach moniert worden. Es habe einen fraktionsübergreifenden Antrag gegeben, dass die Informationen digital zur Verfügung gestellt werden sollen, damit eine ordentliche Vorbereitung möglich sei.
In geheimer Blockwahl wurde schließlich abgestimmt. Die Reihenfolge der SPD-Liste, für die sich die zehn Wahlberechtigten einmütig aussprachen: Hans Heinrich Unger, Susanne Friedrich, Holger Giese, Sylvia Böttger, Rainer Sabinski, Marlies Rohn, Björn Leprich, Helena Hejcmanova, Luis Sabinski, Esther Meist, Klaus Klein und Elisabeth Sauer. Ein weiterer Beschluss lautete, alle auf der Liste doppelt aufzuführen.