Veröffentlicht am 24.03.2023 16:54

Kirchen dürfen bei der Bachwoche Ansbach wieder voll werden

Im Jahr 2019 führte die Gaechinger Cantorey in der Gumbertuskirche die Johannes-Passion auf. Diesmal wird das Werk mit dem Windsbacher Knabenchor zu erleben sein. (Archivfoto: Jim Albright)
Im Jahr 2019 führte die Gaechinger Cantorey in der Gumbertuskirche die Johannes-Passion auf. Diesmal wird das Werk mit dem Windsbacher Knabenchor zu erleben sein. (Archivfoto: Jim Albright)
Im Jahr 2019 führte die Gaechinger Cantorey in der Gumbertuskirche die Johannes-Passion auf. Diesmal wird das Werk mit dem Windsbacher Knabenchor zu erleben sein. (Archivfoto: Jim Albright)
Im Jahr 2019 führte die Gaechinger Cantorey in der Gumbertuskirche die Johannes-Passion auf. Diesmal wird das Werk mit dem Windsbacher Knabenchor zu erleben sein. (Archivfoto: Jim Albright)

Ab Ende Juli steht Ansbach im Zeichen der Bachwoche – nun wieder ohne Einschränkungen. Bei den Konzerten muss kein Abstand mehr gehalten werden, und auch die traditionellen Empfänge und die beliebten Kinder- und Jugend-Workshops können wieder stattfinden. In der Bachwochen-Geschäftsstelle laufen seit Wochen intensive Vorbereitungen.

„Corona ist bei den Planungen kein Thema mehr, und es ist nicht damit zu rechnen, dass es Absagen von Konzerten geben könnte“, sagt Uta Heindl-Mattern, die Leiterin der Geschäftsstelle. „Allerdings merken wir bei den Kartenbestellungen noch eine gewisse Zurückhaltung. Somit sind im Moment noch bei allen Veranstaltungen Plätze verfügbar, auch für die Höhepunkte gibt es noch Karten.“

Straßen rund um die Veranstaltungsorte gesperrt

Obgleich keine Pandemie-Lage mehr gegeben sei, würden bei der Bachwoche 2023 „die bewährten Maßnahmen” beibehalten – diese könnten schließlich auch vor anderen Viren schützen. „Nach unserer Aerosoluntersuchung von 2021 wissen wir, dass die Belastung an unseren Veranstaltungsorten gering ist“, sagt Heindl-Mattern. „Trotzdem werden wir zum Beispiel in St. Gumbertus wieder mit Ventilatoren für gute Durchlüftung sorgen.“

Ein Schwerpunkt bei den Planungen in der Bachwochen-Geschäftsstelle ist das Sicherheitskonzept. Dazu gehört es, die Straßensperrungen rund um die Veranstaltungsorte vor und während der Konzerte zu koordinieren. „Hierfür bitten wir die Anwohner schon jetzt um Verständnis“, sagt Heindl-Mattern.

In den Kirchen und der Orangerie werden bei den Konzerten Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes präsent sein. „Daran haben sich unsere Gäste bereits gewöhnt, und sie nehmen das eher als Service wahr“, erklärt die Geschäftsstellenleiterin. „Und natürlich sind wir immer in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden, der Polizei und der Feuerwehr.“

Seit einigen Jahren ist bei der Bachwoche mit ihren vielen hundert Besuchern stets das Security-Team im Einsatz, das auch größere Taschen der Gäste kontrolliert.

Ferienwohnungen und Zimmer gesucht

Zudem stehen in der Geschäftsstelle derzeit die oft langwierigen Verhandlungen mit den Künstleragenturen auf dem Plan. Gesprochen wird mit den Agenten über Anreise und Unterbringung der rund 300 teilnehmenden Künstler – und über besondere Wünsche und Bedürfnisse. „Das geht bis dahin, dass ein Künstler vielleicht Allergien hat, die berücksichtigt werden müssen“, schildert Uta Heindl-Mattern. Ein Sänger mit Hausstaub-Allergie sollte nicht unbedingt in einem Hotelzimmer mit Teppichboden logieren.

Überhaupt das Thema Hotellerie: In diesem Jahr könnte es während der Bachwoche an Hotelkapazitäten mangeln. „Die Lage ist seit dem Wegfall einiger Ansbacher Hotels, die geschlossen haben, sehr angespannt“, sagt Heindl-Mattern. „Vieles ist schon komplett ausgebucht Ende Juli und Anfang August. Es wäre daher hilfreich, wenn Vermieter von Ferienwohnungen oder Hoteliers mit noch freien Zimmern mit uns Kontakt aufnehmen.“

Auch die Gastronomie hat das Team des internationalen Musikfests im Blick. „Hier kann es ebenfalls eng werden, weil unsere Gäste wegen der Konzert-Termine ja fast alle gleichzeitig zum Essen gehen. Es wäre toll, wenn Gastronomen vielleicht ihre Ruhetage während der Bachwoche aussetzen könnten.“

Konzerte und Ausflüge ins Umland

Auffällig sei, dass sich „das Buchungsverhalten“ immer mehr ändere. „Der Trend geht zu einer Art Kulturtourismus.“ Das bedeute, dass viele Besucher Konzerte am Abend und Vormittag auswählen, aber die Nachmittage nicht in Ansbach verbringen, sondern Ausflüge ins Umland unternehmen. Das Konzert-Programm an den Nachmittagen sei daher reduziert worden.

2021 entfielen der Staatsempfang in der Orangerie und der Bachwochenempfang im Museumshof. In diesem Jahr ist beides wieder möglich. Allerdings wird für den gemeinsamen Empfang von Stadt und Bachwoche noch ein passender Ort gesucht, weil der Museumshof wegen einer Baumaßnahme nicht zur Verfügung steht.

Plätze frei für musikbegeisterte Schüler und Studierende

Wieder angeboten werden auch die Workshops für Kinder und Jugendliche, die vor Corona immer sehr gut angenommen wurden. Bei allen Workshops sind noch Plätze frei.

Plätze frei sind auch in den Reihen der Bachwochen-Helfer, die den Gästen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es gibt zwar ein festes Helferteam, das seit Jahrzehnten mit von der Partie ist, dennoch wird immer wieder „Nachwuchs“ gebraucht. Musikbegeisterte Schüler und Studierende können sich in der Geschäftsstelle melden. Es gibt eine Aufwandsentschädigung – und die Konzerte können kostenfrei besucht werden.


Lara Hausleitner
Lara Hausleitner

Redakteurin für Lokales und Kultur - und Reisende aus Leidenschaft.

"I have never written a word that did not come from my heart. I never shall."
Nellie Bly

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