Günstige Mietwohnungen auf dem Land - teuer in der Stadt: Das ist keine besonders überraschende Erkenntnis. Der nun veröffentlichte Mietspiegel des bundesweiten Zensus 2022 zeigt aber noch viel mehr: Wie teuer wohnen Sie im Vergleich zu Ihren Nachbarn? Welche Straßenzüge sind in Rothenburg am teuersten? Sind die Mieten in Ansbach höher als in Neustadt/Aisch? Und welchen Einfluss haben S-Bahn-Halte und andere Faktoren?
Für den Zensus wurden in Deutschland insgesamt 2,2 Millionen Menschen befragt. Das Ergebnis sind umfangreiche Statistiken. Darunter ist auch je nach Ort ein detaillierter Mietspiegel in Parzellengröße. Demnach liegt etwa für Ansbach und Umgebung der Nettokaltmietpreis pro Quadratmeter mit gut 6,50 Euro rund zwei bis drei Euro niedriger als in Nürnberg.
Auf einem vergleichbaren Niveau wie Ansbach bewegt sich Neustadt; Bad Windsheim ist etwas günstiger. Überdurchschnittlich teuer ist dagegen der südwestliche Teil Feuchtwangens mit über zehn Euro pro Quadratmeter. Welchen Unterschied möglicherweise eine S-Bahn-Station machen kann, zeigt das Beispiel Sachsen bei Ansbach gut: Hier liegen die Mieten im Schnitt um einige Prozent höher als im benachbarten Lichtenau. Besonders günstig wohnt es sich dafür im Steigerwald und um den Hesselberg.
Wie zuverlässig dagegen die besonders kleinteiligen Angaben sind, bleibt zu bezweifeln. So wird für Ansbach als mit Abstand teuerste Wohngegend eine Parzelle nahe dem Gewerbegebiet Draisstraße an der Philipp-Zorn-Straße, also der B14 angegeben (23,46 Euro). Keine besonders exklusive Lage und womöglich ein nicht gemittelter Ausreißer.
Alle Angaben im Detail können Sie auf der Karte des Zensus 2022 checken. Dort ist der Punkt „Wohnen” auszuwählen.