Kalk und Seifenreste adé: Badreiniger sollen beide möglichst gut von Wanne, Dusche, Waschbecken und Co. entfernen. Doch manche Produkte sind damit offenbar überfordert. Das zeigt eine Untersuchung von „Öko-Test“ (Ausgabe 09/2026).
Insgesamt 25 Badreiniger hat die Zeitschrift dafür in spezialisierte Labore geschickt - und dort etwa überprüfen lassen, wie gut die Reiniger auf senkrechten Flächen Kalkablagerungen lösen können. Lediglich zwei Reiniger brillierten hier mit sehr hoher Kalklösefähigkeit („K- Classic Eco Badreiniger Minze“ von Kaufland und „Blink Badreiniger Crystal“ von Müller), neun bewiesen eine hohe Kalklösekraft, fünf waren durchschnittlich. Acht Reiniger schnitten lediglich mäßig ab, das teuerste Produkt im Test sogar schlecht: Laut Labor sei das Ergebnis des Reinigers vergleichbar mit dem, was man auch mit Wasser erreichen würde, so die „Öko-Test“.
Und auch in puncto hartnäckige Kalkseifen-Ablagerungen lief es für besagtes Produkt nicht besser. Es scheiterte daran eine standardisierte und getrocknete Schmutzlösung nach 30 Minuten Einwirkzeit von hochglänzenden, weißen Kacheln zu lösen. In dieser Zeit entfernte es gerade einmal 20 Prozent des Schmutzes. Kein Wunder, dass auch das Ergebnis in dieser Prüfung schlecht ausfällt - wie bei vier weiteren Reinigern im Test auch.
Zum Vergleich: Das einzige Produkt mit sehr hoher Reinigungsleistung in dieser Kategorie („Meister Proper Badreiniger Febreze Frische“ von Procter & Gamble) entfernte bereits nach fünf Minuten mehr als 90 Prozent des Schmutzes. Die vier Reiniger, die in puncto Reinigungsleistung mit „hoch“ abschnitten, brauchten dafür laut „Öko-Test“ 7,5 oder 10 Minuten. Elf Badreiniger im Test entfernten den Schmutz durchschnittlich, nämlich nach ca. 12,5 Minuten, und vier mäßig - nach ca. 17,5 Minuten. Das sei, so die Öko-Tester, deutlich nach der angegebenen Einwirkzeit auf den Verpackungen. Denn die betrage bei den meisten Reinigern zwischen drei und fünf Minuten.
An den Inhaltsstoffen der Reiniger hatten die Öko-Tester hingegen nicht viel auszusetzen. 13 Produkte kritisieren sie, weil sie verhältnismäßig hohe Mengen ätzende Ameisensäure enthalten, zwei, weil sie lösliche Kunststoffverbindungen verwenden. Sie können die Umwelt belasten.
Insgesamt schneiden zwölf Badreiniger gut ab. Zehn Badreiniger sind befriedigend, zwei sind insgesamt mangelhaft, eines rasselt als ungenügend durch.
Ein Praxis-Tipp der Öko-Tester: Die Fliesenfugen für ein besseres Reinigungsergebnis vor dem Aufsprühen der Reiniger mit Wasser anfeuchten. Fliesen und Co. sollte man nach dem Reinigen trockenwischen.
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