Der Sportschütze Justus Ott hat seine erste Medaille bei einer Weltmeisterschaft gewonnen. Bei der Junioren-WM in Peru belegte der Ansbacher mit dem Team im Luftgewehr-Wettbewerb den dritten Platz. Ein herausragender Erfolg in der Laufbahn des 20-Jährigen.
Mehr als 60 Junioren traten in Lima zum Luftgewehr-Wettbewerb an. Anders als im Mixed setzte Ott seine Schüsse regelmäßig präziser ins Ziel und bestätigte damit die Leistungen aus der internen Qualifikation. Nach den ersten 20 der insgesamt 60 Schuss (103,0, 102,6) steigerte sich der Petersauracher Erstligaschütze (104,1, 103,7) und sicherte sich mit den letzten beiden Serien (105,0, 106,2) insgesamt 624,6 Ringe und damit Rang 18 im Einzelwettbewerb. Nur rund zwei Ringe fehlten Ott zum Einzug ins Finale, für das 626,3 Ringe nötig waren.
Platz eins in der Qualifikation ging an Braden Wayne Peiser aus den USA mit 629,8 Ringen, der im Finale von Parth Rakesh Mane aus Indien und dem Chinesen Liwanlin Huang noch auf Rang drei verwiesen wurde.
Im deutschen Junioren-Trio, zu dem außerdem Florian Beer (Mähring, 625,9 Ringe, Platz zwölf) und Nils Palberg (Holzwickede, 623,4, 23.) gehörten, erzielte Ott das zweitbeste Ergebnis. Mit insgesamt 1873,9 Ringen belegte Deutschland unter elf Teams den dritten Platz. Besser waren nur Sieger Indien (1883,5) und die USA (1877,6).
„Ein toller Erfolg für Justus zum Abschluss seiner Karriere im Nachwuchsbereich“
„Ein toller Erfolg für Justus zum Abschluss seiner Karriere im Nachwuchsbereich“, freute sich Heimtrainer Günther Reizammer aus Wilhermsdorf. 2021 hatte Justus Ott seine erste WM ebenfalls in Lima geschossen, eine Madaille war damals außer Reichweite. Seither hat er auf internationaler Ebene viel Erfahrung gesammelt und im Juni bei der Europameisterschaft in Kroatien einen kompletten Medaillensatz gewonnen.
Im Einzelwettbewerb der Juniorinnen mit dem Luftgewehr in Lima startete Alyssa Ott aus Burgbernheim ausgezeichnet, lag zwischenzeitlich sogar in Führung (105,6, 105,3, 103,9, 105,0). Zwei schwächere Serien (zehn Schuss) zum Schluss (102,9, 102,7) kosteten die 18-Jährige eine bessere Platzierung, die mit insgesamt 625,4 Ringen auf Platz 28 landete. Zum Einzug ins Finale waren bei den Mädchen 629,9 Ringe nötig.
Mit Qualifikationsweltrekord von 635,7 Ringen ging Zifei Wang aus China als Erste durchs Ziel, die sich im Finale dann auch Gold sicherte vor Oceanne Muller aus Frankreich und der Amerikanerin Katie Lorraine Zaun.
In der Mannschaftswertung kamen die deutschen Juniorinnen auf Platz 13. Außer Alyssa Ott waren Nele Stark (Güglingen, 622,9, 40.) und Hanna Wehren (Uedem, 612,6, 73.) am Start.
Bei der WM stehen nun noch die Kleinkaliberdisziplinen auf dem Programm.