Internationale Wochen gegen Rassismus im März in Ansbach: Was ist geplant? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.03.2025 07:00

Internationale Wochen gegen Rassismus im März in Ansbach: Was ist geplant?

Die Vorsitzende des Integrationsbeirats, Villy Wiegel (rechts), und die Integrationsbeauftragte Iryna Savchenko stellen die Wochen vor. Ein Veranstaltungsort ist das Kunsthaus Reitbahn 3 (im Hintergrund). (Foto: Oliver Herbst)
Die Vorsitzende des Integrationsbeirats, Villy Wiegel (rechts), und die Integrationsbeauftragte Iryna Savchenko stellen die Wochen vor. Ein Veranstaltungsort ist das Kunsthaus Reitbahn 3 (im Hintergrund). (Foto: Oliver Herbst)
Die Vorsitzende des Integrationsbeirats, Villy Wiegel (rechts), und die Integrationsbeauftragte Iryna Savchenko stellen die Wochen vor. Ein Veranstaltungsort ist das Kunsthaus Reitbahn 3 (im Hintergrund). (Foto: Oliver Herbst)

Rechtspopulistische, rechtsextreme und antisemitische Tendenzen greifen immer weiter um sich. In diesen Zeiten bereitet sich der Integrationsbeirat der Stadt Ansbach mit anderen Akteuren auf die Internationalen Wochen gegen Rassismus von 17. bis 30. März vor. Warum sind sie den Beteiligten gerade jetzt besonders wichtig?

„Man muss nur sehen, was in der Welt passiert“, stellt Villy Wiegel fest. Sie ist die Vorsitzende des Integrationsbeirats. In ihrer Heimat, den Niederlanden, sei vieles ähnlich wie in Deutschland. Sie weist auf den Wahlerfolg der islam- und europafeindlichen Partei PVV von Geert Wilders Ende 2023 hin.

Positive Beispiele hervorheben

Viele wissen gar nicht, was Menschen mit Migrationshintergrund in der Gesellschaft alles leisten. So schildert es die Integrationsbeauftragte der Stadt, Iryna Savchenko. „Wir müssen positive Beispiele hervorheben.“ Es sei wichtig, sich gegenseitig füreinander zu interessieren und sich kennenzulernen. Menschliche Kontakte untereinander bauten Vorurteile ab, auf denen viele populistische Thesen beruhten.

Die Internationalen Wochen rufen das bedeutsame Thema, sich gegen Rassismus zu engagieren, wieder ins Gedächtnis, wie Villy Wiegel deutlich macht. Das Anliegen sei in der Gesellschaft in den vergangenen Jahren nicht so stark im Vordergrund gestanden, wie es sein soll. Derzeit sei es besonders relevant.

Die Ausstellung zeigt „Antisemitismus in Bayern“

In den Internationalen Wochen gegen Rassismus ist in der Stadt diesmal die Plakatausstellung „Antisemitismus in Bayern“ zu sehen. Sie findet vom Sonntag, 9., bis zum Sonntag, 23. März, im Theater Ansbach im Foyer statt.

Es handelt sich um eine Wanderausstellung und stammt von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) Bayern. Für Besucher geöffnet ist die Schau montags bis freitags von 11 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr.

„Das weiß doch jeder“ heißt „ein zeitgenössisches Stück – eine Komödie“. Die Theatergruppe Interbühne zeigt die Produktion am Freitag, 21. März, im Gemeindezentrum St. Johannis – auf Spendenbasis. Beginn ist um 19.30 Uhr. Die internationale Gruppe spielt dabei mit Vorurteilen über verschiedene Länder, wie Iryna Savchenko informiert.

Eine Kundgebung auf dem Marienplatz in München

An einer zentralen Kundgebung gegen Rassismus auf dem Marienplatz in München nehmen Mitglieder des Integrationsbeirats – wie im vergangenen Jahr – am Freitag, 21. März, um 17 Uhr teil. Auch andere können die Kundgebung natürlich besuchen, wenn sie ihre Hin- und Rückreise selbst organisieren, wie Iryna Savchenko schildert.

Den Titel „Grün“ trägt von Freitag, 21. März, bis Montag, 21. April, eine Ausstellung des Kitzinger Kulturvereins PAM im Kunsthaus Reitbahn 3. 14 Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Ländern setzten sich dafür mit der Farbe Grün auseinander. Geöffnet ist mittwochs bis sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie mittwochs und samstags zusätzlich von 10 bis 13 Uhr.

Ein Konzert mit Musik und Texten und dem Titel „I Have a Dream“, nach der Rede von Martin Luther King, ist für Samstag, 22. März, um 14 Uhr im Kunsthaus Reitbahn 3 geplant. Mit dabei sind die Theatergruppe Integral, der Integrationsbeirat sowie Schülerinnen und Schüler der Musiklehrerin Irina Wening.

Im Workshop Argumente gegen die radikale Rechte

Der Workshop „Argumentationstraining gegen radikal rechts“ der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) mit dem Appell „Werde Stammtischkämpfer*in!“ läuft am Dienstag, 25. März, von 17.30 bis 22 Uhr via Videokonferenz.

„Rechte Parolen und Fake News verstärken die gesellschaftliche Spaltung“, heißt es dazu im Vorfeld, „im Workshop lernt ihr, rassistischen Aussagen wirksam zu begegnen – mit theoretischem Input und praktischen Übungen.“ Bei entsprechender Resonanz, also wenn sich viele Menschen anmelden, ist ein weiterer Termin vorgesehen.

Der Historiker Alexander Biernoth bietet am Freitag, 28. März, um 17 Uhr eine interkulturelle Stadtführung an. Sie startet am Anscavallo auf dem Schloßplatz.

Zum „Argumentationstraining gegen radikal rechts“ am 25. März kann man sich bis 21. März via E-Mail anmelden: info@keb-nuernberg.de.

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