In den Startlöchern: Was die Fans beim Taubertal-Festival erwartet | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.06.2024 16:00

In den Startlöchern: Was die Fans beim Taubertal-Festival erwartet

Bobbycars sollen 2024 eine besondere Rolle spielen. (Archivfoto: sim)
Bobbycars sollen 2024 eine besondere Rolle spielen. (Archivfoto: sim)
Bobbycars sollen 2024 eine besondere Rolle spielen. (Archivfoto: sim)

Das Gras steht saftig und hoch auf der Eiswiese, die idyllisch in der Landschaft liegt. Noch. Kaum vorstellbar, dass sie in wenigen Wochen wieder zum vibrierenden und tosenden Kessel wird. Dann nämlich, wenn dort im August das Taubertal-Open-Air stattfindet.

Doch Florian Zoll weiß: Sobald die Wiese gemäht ist und die Zäune stehen, kann man es sich dann doch wieder vorstellen. Rund 18.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnete das Festival im vergangenen Jahr. Und auch heuer sind nur noch rund 800 Tickets übrig, so der Pressesprecher des Festivals.

Festival wieder in den Händen der Gründer

Nachdem der Musikkonzern BMG, der 2022 beim Taubertal-Festival eingestiegen war, die strategische Partnerschaft nach nur einem Event Ende 2023 bereits wieder beendet hat, liegt das Open-Air nun wieder komplett in den Händen von Gründer und Geschäftsführer Volker Hirsch und seinem Team. „BMG hat seine Strategie geändert und umstrukturiert“, erklärt Zoll den Grund dafür. Veränderungen für das Event wird es dadurch keine geben. „Wir waren ohnehin eine eigenständige Einheit im Konzern“, so Florian Zoll.

Nur noch etwa drei Wochen, dann gehen die Vorbereitungen in die finale Runde und der Aufbau beginnt. Los geht es in der Nacht auf Freitag, 9. August, mit einer „Warm-Up-Party“ im Steinbruch. Drei Tage lang spielen dann über 40 Bands, unter anderem Alligatoah, Nina Chuba, Rise Against auf drei Bühnen: auf der Hauptbühne, der „Sounds-For-Nature“-Bühne und für besonders Feierwütige geht es nachts nach den Haupt-Shows auf der Bühne im Steinbruch noch weiter. Zolls persönlicher Tipp: Deichkind. „Die Show wird der Wahnsinn.“

Flunkyball-Turnier und Bobbycar-Rennen

Genauso wichtig wie die Musik ist beim Festival das Campen. Organisatorisch bleibt hier alles beim alten: Neben dem klassischen Zeltplatz ist auch Green Camping wieder möglich. „Und natürlich freuen wir uns schon jetzt wieder auf die individuellen und kreativen Gruppen-Campsites“, so Zoll. Bewährt habe sich auch die Trennung von Parken und Camping. Die Vorteile laut Zoll: eine strukturiertere Anreise und weniger Müll. Ein paar Neuerungen wird es aber geben. Am Zeltplatz „Berg“ soll ein Festival-Dorf entstehen – ein Zentrum mit Biergärten, Ständen, „einfach ein zentraler Bereich, wo sich die Leute treffen können“, verrät Zoll. Und er hat noch mehr Überraschungen im Gepäck: Erstmals sollen nämlich zwei Wettbewerbe stattfinden: ein Flunkyball-Turnier und ein Bobbycar-Rennen.

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Am Freitag und Samstag treten die Flunkyball-Teams gegeneinander an. Die Gewinnerinnen oder Gewinner dürfen als offizielles Taubertal-Team an der Weltmeisterschaft in Elmshorn teilnehmen. Am Sonntag lebt eine alte Taubertal-Tradition wieder auf: das Bobbycar. Diesmal als ganz offizielles Rennen. „Es wird eine Wettkampfstrecke auf dem Campinggelände geben“, so viel kann Zoll schon verraten. Und: „Man muss kein Profi sein, aber es wird schon anspruchsvoll.“ Nähere Infos zu beiden Events gibt es in Kürze.

Kein Angebot mehr im Burggarten

Nicht mehr bespielt wird in diesem Jahr der Burggarten. Dort wurde 2022 zum 25. Jubiläum des Festivals ein kostenloses Zusatzprogramm angeboten, das sich vor allem an die Rothenburger Bevölkerung richtete. Weil es so erfolgreich war, gab es im vergangenen Jahr 2023 eine zweite Auflage. Aber: „Der wirtschaftliche Druck wird immer höher“, begründet Zoll die Entscheidung. „Kostenlose Extras werden immer schwieriger zu realisieren.“ Und: Das Angebot sei zwar von der Bevölkerung gut angenommen worden, konnte jedoch nur wenige Festivalgäste in die Stadt locken.

Erstmals wird es 2024 ein Awareness-Team geben. „Wir wollen friedlich feiern, Schlimmes soll keinen Platz haben“, so Zoll. Dafür werden geschulte Ansprechpartner vor Ort sein. Und noch eine Premiere gibt es: Es ist das erste Festival seit der Cannabis-Legalisierung. Allerdings, so Zoll: „Es sind Minderjährige auf dem Gelände“, das habe Einfluss auf die Regelungen. Die legt übrigens das städtische Ordnungsamt als zuständige Genehmigungsbehörde fest. „Wir werden rechtzeitig informieren“, so Zoll. Er ist aber zuversichtlich, dass auch diese Neuerung kein Problem sein wird.

„Wir machen das jetzt schon so viele Jahre und haben schon so viele Situationen bewältigt.“ Dabei denkt er zum Beispiel an 2019, als das Gelände wegen eines Unwetters geräumt werden musste. „Egal was kommt, wir sind gut gewappnet.“

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