Im Derby setzt es eine Klatsche für den SV Weinberg | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.10.2024 17:00

Im Derby setzt es eine Klatsche für den SV Weinberg

Der FCN jubelt (links Meret Günster, rechts Nastassja Lein), Weinberg (Mitte Franziska Glaser) ist frustriert. So sah das über 90 Minuten aus am Valznerweiher. (Foto: Wolfgang Zink)
Der FCN jubelt (links Meret Günster, rechts Nastassja Lein), Weinberg (Mitte Franziska Glaser) ist frustriert. So sah das über 90 Minuten aus am Valznerweiher. (Foto: Wolfgang Zink)
Der FCN jubelt (links Meret Günster, rechts Nastassja Lein), Weinberg (Mitte Franziska Glaser) ist frustriert. So sah das über 90 Minuten aus am Valznerweiher. (Foto: Wolfgang Zink)

Eine deftige 0:6-Klatsche bezogen die Fußballerinnen des SV Weinberg im Mittelfrankenderby beim neuen Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Nürnberg.

Der FCN war wenigstens eine Klasse besser und erteilte dem SVW eine Lehrstunde in Effektivität und konstruktivem Spiel. Der Ex-Tabellenführer war meilenweit von den bisher gezeigten Leistungen entfernt.

In den ersten 20 Minuten gab Weinberg noch ein passables Bild ab und stellten den hohen Favoriten vor einige Probleme. Lisa Wich bemühte sich im Angriff, aber ihr fehlte die Unterstützung von Annika Kömm und Solveig Schlitter – die gesamte Spielzeit über.

Schlitter hatte keinen guten Tag und traf in 90 Prozent der Fälle die falsche Entscheidung. Den meisten ihrer überforderten Mitspielerinnen ging es ähnlich.

In der Anfangsphase noch geordnet

Nach der Anfangsphase, die der SVW noch geordnet und strukturiert über die Bühne brachte, begann das SVW-Defensivverhalten mit dem ersten Gegentor zu bröckeln. Lara Meroni lief Mara Grimm davon, flankte von der rechten Seite nach innen und dort stand Meret Günster ziemlich frei und hatte keine Mühe, den FCN-Führungstreffer zu erzielen (20.).

Keine drei Minuten später bediente Günster die völlig frei stehende Rebekka Salfelder. Dies zog aus 13 Metern halb links ab und Mara Grimm fälschte den Schuss ins eigene Tor ab. Weitere fünf Zeigerumdrehungen danach probierte die SVW-Abwehr eine Abseitsfalle. Die schnappte aber nicht zu. Die Ex-Weinbergerin Nele Bauereisen sagte danke und es stand 3:0 für den Erstligaabsteiger.

Gegentore im Minutentakt

Auf dem Max-Morlock-Platz am Valznerweiher hatte Marlene Ganßer die erste Möglichkeit für den SVW nach 43 Minuten, zielte aber aus 30 Metern knapp daneben. FCN-Torfrau Hannah Etzold hatte vermutlich aus Langeweile einen Ausflug aus ihrem Tor gewagt. Fast mit dem Halbzeitpfiff klatschte ein Kopfball von Nastassja Lein an den Pfosten, nachdem Lara Meroni Mara Grimm wieder einmal ausgetanzt und fein geflankt hatte.

Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel hatte Lein dann ihr Erfolgserlebnis. Ein Zuspiel von Bauereisen verwertete sie zum 4:0.

Torfrau verhindert weitere Einschläge

Keine 150 Sekunden später sprang die Anzeigetafel auf 5:0 um. Lein nutzte ein Zuspiel von Anny Kerim-Lindland eiskalt aus.

Das halbe Dutzend machte Madeleine Steck in der 58. Minute voll, indem sie einen Eckball von Kerim-Lindland ungestört einköpfte. Dass kein weiterer Treffer mehr fiel, war einerseits SVW-Torfrau Franziska Glaser zu verdanken, die zwei gute Möglichkeiten entschärfte, und andererseits der Tatsache, dass der FCN wenigstens zwei Gänge herunterschaltete.

Annika Kömm hatte in der 78. Minute noch den Ehrentreffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Etzold.

SV Weinberg: Glaser – Haberäcker, Anna Grimm, Horwath, Mara Grimm (63. Limani) - Eva Wiesinger, Hofmann - Schlitter (81. Arnold), Ganßer (46. Schneider), Kömm - Wich (70. Istrefaj).


Von Harald Riegler
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