Manchester City mit Torjäger Erling Haaland hat die bisher makellose Heimserie von RB Leipzig in dieser Saison beendet. Nach fünf siegreichen Pflichtspielen und keinem einzigen Gegentor unterlag RB am vierten Spieltag in der Gruppenphase der Champions League zu Hause mit 2:3 (0:1).
Nach zweimaligem Rückstand holte das Team von Martín Demichelis zweimal auf, ehe Manchesters Haaland (78. Minute) mit seiner ersten Chance den Siegtreffer zum Endstand erzielte. Die Engländer gingen durch ein Eigentor von Castello Lukeba (37. Minute) und dank Enzo Fernández (58.) zuvor zweimal in Führung. Ridle Baku (49.) und Antonio Nusa (61.) erzielten jeweils den zwischenzeitlichen Ausgleich vor 45.228 Zuschauern.
Der Club aus der Premier League ist nach drei Siegen gut auf Kurs, Leipzig verbuchte in der Königsklasse nach den 1:4-Niederlagen in Como und bei Real Madrid nun die dritte Pleite. Auf der Habenseite ist bislang nur ein Sieg gegen die PSV Eindhoven (1:0).
„Das ist nicht das, was wir uns vorgestellt haben“, sagte Christoph Baumgartner, der nach seiner langwierigen Oberschenkelverletzung bislang nur zu Kurzeinsätzen kam und gegen Man City sein Startelf-Debüt in dieser Saison gab. Die Niederlage sei „extrem bitter“, so der Österreicher weiter. Der Druck vor den Spielen gegen RC Lens (24. November) und dann am 8. Dezember bei Manchester United steigt. „Wir müssen abliefern, aber ich glaube auf jeden Fall dran“, sagte Baumgartner beim Streamingdienst DAZN.
Die „Cityzens“ reisten verunsichert nach Sachsen. Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Brighton & Hove Albion und dem 1:2 bei Aston Villa zuvor war die Tabellenführung in der Premier League weg. Zudem droht dem Club weiter eine drastische Strafe wegen Verstößen gegen die Finanzregeln. „Was wir beeinflussen können, ist nur das Spiel, nicht was um uns herum und außerhalb des Platzes passiert. Die Spieler sind zu 100 Prozent auf Fußball fokussiert“, sagte Trainer Enzo Maresca
Für Demichelis wurde es vor dem Spiel gegen seinen Ex-Club emotional. Der Argentinier traf Kumpel und City-Trainer Maresca wieder - beide kennen sich aus gemeinsamen Spieler-Zeiten beim FC Malaga. „Das Emotionale ist nicht das Wichtige für mich. Wichtig ist: Heute haben wir eine super Mannschaft vor uns, einen super Gegner.“
Nach einer Gedenkminute für den gestorbenen Fußballer Jesús de Miguel setzten die Gäste das erste Achtungszeichen. Rayan Cherki (9.) verzog aus zehn Metern leicht. Den ersten Schuss aufs Tor verbuchte Leipzig, beim Schuss von Antonio Nusa (15.) sah City-Keeper Gianluigi Donnarumma nicht sicher aus. RB setzte den Plan von Demichelis - „dominant zu sein“ - gut um.
Nach einer Viertelstunde hatten die Leipziger mehr Spielanteile. Die Gäste setzten immer wieder Nadelstiche und versuchten es mit Flanken auf Haaland - es fehlte an Genauigkeit. So auch beim Schlenzer vom Baumgartner aus 20 Metern (30.). Die erste richtig gefährliche Toraktion hatte City bei einem Schuss von Phil Foden (36.). Sekunden später rutschte Innenverteidiger Lukeba bei einer Hereingabe von Nico O'Reilly beim Klärungsversuch vor dem einschussbereiten Fernández mit dem Ball ins eigene Tor.
Nach dem Wechsel hatte Baumgartner den Ausgleich auf dem Fuß, seinen Schuss in den Winkel kratzte Donnarumma raus. Beim Schuss von Baku aus einem äußerst spitzen Winkel (49.) ins kurze Eck sah der italienische Schlussmann dann schlecht aus.
RB drückte, Ezechiel Banzuzi (52.) knallte den Ball mit voller Wucht ans Außennetz. Nach gut einer Stunde kam Christopher Nkunku für Baumgartner. Mitten in der Leipziger Euphorie traf Fernández per Kopf zur erneuten Führung. Es ging nun hin und her. Erst traf Nusa zum neuerlichen Ausgleich, dann schlug Haaland zu - und sorgte für den Endstand.
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