Dass die Mitglieder des KunstRaumHeilsbronn ganz große Ausstellungen stemmen können, haben sie allein dieses Jahr zweimal gezeigt. Nun aber gehen sie den umgekehrten Weg: „Im kleinen Format“ haben sie eine Werkschau zusammengestellt, die zurzeit in der Galerie zu sehen ist.
Auf engem Raum sind 50 Werke von insgesamt 17 Künstlerinnen und Künstlern vereint. Dabei feiert die Petersburger Hängung fröhliche Urstände: Dicht an dicht tummeln sich Bilder in unterschiedlichsten Techniken und künstlerischem Ausdruck, gepaart mit einer Reihe von Objekten, die die Bilderflut effektvoll akzentuieren. Die meisten der hier Präsentierten haben bereits Ausstellungen in Heilsbronn gezeigt, zum Teil im großem Format, wie es etwa das Münster ermöglicht.
Hier nun auf begrenztem Terrain nebeneinander zeigt sich unmittelbar, wie vielfältig die Kunstszene ist, die sich in Heilsbronn durch den Kunstverein bündelt. Diese kleine Ausstellung zum Jahresende bietet eine gute Gelegenheit, noch einmal größere Ereignisse Revue passieren zu lassen.
Frisch in Erinnerung sein dürfte noch die Textil-Kunst-Ausstellung von Beate Baberske, die erst im Frühjahr in der Galerie gezeigt worden ist. Manon Heupel, die in Heilsbronn lebt, ist sehr präsent und war auch dieses Jahr an der ersten großen Werkschau im Münster, dem Religionspädgogischen Zentrum und der Galerie beteiligt. „Solch kleine Arbeiten zu fertigen, war mich eine ganz neue Inspiration“, sagt die Künstlerin, die sonst durch ihre großen Ölgemälde beeindruckt.
Klein und filigran ist auch die Plastik von Thomas Röthel: Ein Modell, das auf eine wesentlich größere Arbeit verweist. „Drehung“ nennt er diese Reihe von Stahlobjekten, die inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden sind. Andere Arbeiten aus Metall zeigen Clemens Hutter, Angela Knaudt und Annette Zappe. Stephan Gruber und Harald Kienle präsentieren Holzobjekte.
Den heterogenen Malerei-Reigen von Ölbild über Aquarell bis hin zur Mischtechnik, vom Gegenständlich-Figurativen bis hin zum Abstrakten bilden Karin Siedelmann, Siu Lien Grünig-Hommel, Quint Buchholz, Hasso von Henninges, Hans Rauh. Druckgrafiken bieten Annemarie Hartstock und Jens Knaudt, den Bereich der Fotografie decken Wolfgang Noack und Frank Hegewald ab.
Viel Kunst an einem Ort, die trotz ihrer Verschiedenartigkeit harmoniert und einen äußerst lebendigen Mikrokosmos abbildet.
Die Ausstellung im KunstRaum Heilsbronn, Hauptstraße 2 geht noch bis zum 6. Dezember. Geöffnet bis zum 28. November täglich von 17 bis 19 Uhr, am Wochenende von 14 bis 16 Uhr, vom 2. bis 4. Dezember von 17 bis 19 Uhr. Während des Weihnachtsmarkts am 5. Dezember von 18 bis 20 Uhr und am 6. sowie 7. Dezember von 15 bis 18 Uhr.