Grüne in Dinkelsbühl nominieren Anja Schmidt-Wagemann als OB-Kandidatin | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.11.2025 19:33

Grüne in Dinkelsbühl nominieren Anja Schmidt-Wagemann als OB-Kandidatin

Setzen sich gemeinsam für mehr Miteinander in Dinkelsbühl ein: die Kandidatinnen und Kandidaten der grünen Liste zusammen mit OB-Kandidatin Anja Schmidt-Wagemann (vorne, Mitte). (Foto: Markus Weinzierl)
Setzen sich gemeinsam für mehr Miteinander in Dinkelsbühl ein: die Kandidatinnen und Kandidaten der grünen Liste zusammen mit OB-Kandidatin Anja Schmidt-Wagemann (vorne, Mitte). (Foto: Markus Weinzierl)
Setzen sich gemeinsam für mehr Miteinander in Dinkelsbühl ein: die Kandidatinnen und Kandidaten der grünen Liste zusammen mit OB-Kandidatin Anja Schmidt-Wagemann (vorne, Mitte). (Foto: Markus Weinzierl)

Mit dem Dinkelsbühler Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen hat die zweite von fünf Unterstützergruppen Anja Schmidt-Wagemann als gemeinsame OB-Kandidatin nominiert – wiederum mit einem einstimmigen Ergebnis. Die Grünen haben außerdem ihren Wahlvorschlag für den Stadtrat verabschiedet. 14 Frauen und zehn Männer bewerben sich um Mandate.

Deutlich kommuniziert wurde in der Versammlung der Wunsch nach einem Wechsel an der Stadtspitze. Neben dem Ortsverband der Grünen hat auch die SPD die parteilose Schmidt-Wagemnann bereits als OB-Kandidatin nominiert. DGG, Freie Wähler und Wählergruppe Land wollen noch folgen.

Die besondere Konstellation, bei der eine Bewerberin gleich von fünf Gruppierungen getragen wird, hob Grünen-Ortssprecherin Katharina Bach hervor. Die Kommunalwahl am 8. März 2026 bezeichnete sie als „große Chance, den Politikstil in Dinkelsbühl zu ändern“ und im neuen Kommunalparlament mehr grüne Themen zu platzieren. Es sei schön, eine Kandidatin zu haben, die überparteilich agiere, machte Ortssprecher Philipp Hörber deutlich. Demokratie lebe von Vielfalt, und es sei wichtig, mit den anderen im Gespräch zu bleiben.

Kompromisse statt Recht des Stärkeren

Die Grünen wollen das bürgerschaftliche Engagement stärken und für eine Stadt eintreten, in der alle Menschen ihren Platz hätten und sich willkommen fühlten, wie Bach ausführte. Grüne Kommunalpolitik stehe für Offenheit und Transparenz. In Dinkelsbühl sei es an der Zeit, „dass man sich wieder die Mühe macht, Kompromisse zu finden“, anstatt das Recht des Stärkeren gelten zu lassen.

Katharina Bach plädierte für eine Entwicklung mit Augenmaß. Die Altstadt solle vorrangig ein Quartier für die Bürgerinnen und Bürger sein und kein reines Ferien- und Investorenprojekt. Außerdem wollen sich die Grünen im Sinne der Familienfreundlichkeit für ausreichend Kinderbetreuungs- und gute Schulangebote einsetzen.

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„Dauerpatient“ Hospitalstiftung

Wichtiges Thema bleibt laut Stadtrat Stefan Klein die Sorge um den Erhalt des Krankenhauses. Auch die haus- und fachärztliche Versorgung werde die Kommunalpolitik weiter beschäftigen, genauso wie der „Dauerpatient“ Hospitalstiftung. Die Stiftungsziele, zu denen die Altenpflege gehört, müssten ernst genommen werden.

Stadtrat Alexander Bromberger hob hervor, dass mit Unterstützung der Grünen in Dinkelsbühl vieles auf den Weg gebracht worden sei, wie die Baugebiete in Sinbronn und Neustädtlein oder die künftige E-Tankstelle. Die Grünen seien also mitnichten Verhinderer. „Aber wir sagen auch nicht zu allem Ja und Amen“. Entwicklungen müssten mit Blick auf Ökonomie, Soziales und Nachhaltigkeit erfolgen.

Anja Schmidt-Wagemann ging ihrer Rede - wie schon bei der SPD - auf ihr Wahlprogramm ein. So sei beispielsweise die ärztliche Versorgung mit niedergelassenen Medizinerinnen und Medizinern mittlerweile quasi zu einer Pflichtaufgabe für Kommunen geworden, so Schmidt-Wagemann, die von erfolgreichen Bemühungen berichtete, die Hausarztpraxis in ihrer Heimatgemeinde Fichtenau zu erhalten.

Stadtplaner nötig

Im Fall ihrer Wahl will Schmidt-Wagemann unter Bürgerbeteiligung zügig ein Stadtentwicklungskonzept angehen, das auch die Dinkelsbühler Ortsteile berücksichtigt. Sie wolle die Leistungen der Bauverwaltung in keiner Weise schlecht reden, aber aus ihrer Sicht fehle Dinkelsbühl der Stadtplaner, sagte sie hinsichtlich der aktuell vakanten Stadtbaumeisterstelle.

Verabschiedet hat die Versammlung die Liste der 24 Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat. Es bewerben sich: Auf Platz eins Katharina Bach, gefolgt von Alexander Bromberger, Nadja Grimm, Robert Tafferner, Margarit Ziellenbach-Cahn, Stefan Klein, Sandra Kranz, Gerhard Zitzmann, Simon Kubillus, Christian Nagler, Karin Ritter, Dr. Gero Stumpf, Kerstin Kranz, Bernhard Schürlein, Maria Wolff, Martin Ritter, Anna-Christin Ballheimer, Sonja Richter, Melanie Gehring, Nicole Nefzger, Alexandra Schafflhuber, Uwe Neuberger, Gudula Dreskes-Böhm und Moni Weiss. Ersatzkandidatinnen sind Johanna Lick, Traude Unseld und Bärbel Langowski-Tafferner. Die Dinkelsbühler Grünen wollen vier Sitze im neuen Rat erreichen und spekulieren sogar auf einen fünften.

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