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Veröffentlicht am 03.02.2023 16:13

Gemeinde: Nach Reichsbürger-Fall umfangreiche Maßnahmen

Die mittelfränkische Marktgemeinde Pleinfeld hat nach eigenen Angaben umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um Schäden durch den Zugriff eines mutmaßlichen Reichsbürgers auf Daten ihrer Schüler zu verhindern. Tags zuvor war nach einer Recherche von Bayerischem Rundfunk, der „Nürnberger Nachrichten“ und dem „Weißenburger Tagblatt“ bekanntgeworden, dass ein Mann, der bei der „Reichsbürger“-Razzia im Dezember festgenommen worden war, als IT-Dienstleister für zwei Schulen in dem Ort tätig war und umfangreichen Zugriff auf Daten hatte.

„Die Kommune als Sachaufwandsträger der beiden Schulen ist bei Bekanntwerden des Verdachts sofort aktiv tätig geworden und lässt sich dazu von Experten aus dem Datenschutzbereich unterstützen“, teilte Pleinfelds Bürgermeister Stefan Frühwald am Freitag mit. Unter anderem seien Administratorenrechte sofort entzogen und Passwörter geändert worden. Es gebe derzeit keine Anzeichen dafür, dass es zu einem Datenmissbrauch gekommen sein könnte.

Den Medienrecherchen zufolge ist der Mann dem sogenannten militärischen Arm der „Reichsbürger“-Szene zuzurechnen. Es stünden Befürchtungen im Raum, der Terrorverdächtige habe sensible Daten, etwa von Kindern mit Migrationshintergrund oder über Kinder mit Behinderungen abgreifen können. Die Kommune verwies darauf, dass der Mann bereits seit mehreren Monaten nicht mehr als Dienstleister für die Schulen tätig gewesen sei.

© dpa-infocom, dpa:230203-99-465637/2


Von dpa
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