Kam der SUV urplötzlich angeschossen? Versuchte die 33-Jährige noch zu flüchten? Und warum kam der 19 Jahre alte Militärpolizist der US Army mit seinem Fahrzeug überhaupt von der Straße ab? Vieles war bislang unklar zu dem Unfall am 12. Januar bei Katterbach, der einer Fußgängerin das Leben kostete – und viele Menschen aufwühlte. Jetzt löst ein Gutachter entscheidende Fragen.
Der Ansbacher Staatsanwaltschaft liegen inzwischen die Ergebnisse des Unfallsachverständigen vor, wie Jonas Heinzlmeier auf FLZ-Anfrage mitteilt. Der 19-Jährige am Steuer des Toyota der US-Militärpolizei hatte sich an jenem Sonntagmorgen auf dem Rückweg einer Dienstfahrt befunden. In Katterbach wollte er das Fahrzeug abstellen. Vor dem Ziel geriet er aber kurz vor Obereichenbach von der Straße ab, raste über eine Böschung auf einen nahen Fuß- und Gehweg, wo er eine Spaziergängerin erfasste. Sie starb kurz darauf an den Verletzungen.
Auf Basis der Ermittlungen und des Gutachtens vermutet die Staatsanwaltschaft inzwischen, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen sein könnte. „Dienstantritt war um 21.30 Uhr”, sagt Heinzlmeier. Der 19-Jährige hatte zum Unfallzeitpunkt also eine Zehn-Stunden-Nachtschicht hinter sich. Alkohol oder Drogen seien nicht im Spiel gewesen, sagt Heinzlmeier.
Bereits FLZ+? Hier einloggen