Was im Eishockey oder Basketball längst gang und gäbe ist, wird es im Amateurfußball so schnell nicht geben. Playoff-Regelungen haben die Vereinsvertreter auch für den Fußballkreis Nürnberg/Frankenhöhe mit 94,8 Prozent deutlich abgelehnt.
Das ist unter anderem das Ergebnis von insgesamt sieben runden Tischen, wie Kreisspielleiter Thomas Raßbach nun bekanntgab. Zudem haben sich die Vereine gegen einen verpflichtenden Reserve-Spielbetrieb entschieden. Auf freiwilliger Basis sei eine Reserverunde aber immer möglich. „Die neuen Regelungen gelten von der kommenden Saison an für insgesamt vier Spielzeiten“, teilte Raßbach mit.
Beschlossen haben die Vereinsvertreter außerdem die Sollzahlen in den einzelnen Ligen. Mit 77,6 Prozent Zustimmung gilt ab der neuen Saison: Kreisliga und Kreisklasse spielen mit je 15 Mannschaften. Für die A- und B-Klassen sind je 14 Mannschaften vorgesehen.
Wesentlich knapper fiel die Entscheidung über die Flex-Gruppen in den B-Klassen aus. Nur 56,9 Prozent der Vereinsvertreter stimmten zu, dass Neuner-Mannschaften in den untersten Ligen erlaubt sind.
In Ergänzung zu den runden Tische vom Winterhalbjahr 2023 teilte Thomas Raßbach nun noch folgenden Beschluss des Kreissspielausschusses für den Herrenspielbetrieb mit: „Vereine, die mit zumindest einer Mannschaft in einer SG spielen, dürfen nur mit maximal zwei Mannschaften am Rundenspielbetrieb im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe teilnehmen. Dies gilt nicht, sofern eine dritte Mannschaft in der B-Klasse als Neuner-Mannschaft gemeldet ist.“
Am Rahmenterminkalender ändert sich indes wenig. An Oster- und Pfingstwochenenden soll kein regulärer Spieltag stattfinden, an Ostern allerdings sind Nachholspiele möglich. In der Winterpause können Vereine ein Team außer Konkurrenz nachmelden.
Spielbeginn jeder neuen Saison ist am dritten Wochenende im August, der letzte Spieltag eines Kalenderjahres soll in der dritten Novemberwoche laufen. Auseinander gingen die Meinungen beim Saisonfinale. Der letzte Spieltag im Altkreis Frankenhöhe wird auf Samstag, im Altkreis Nürnberg auf Sonntag gelegt und zwar am zweiten Wochenende im Juni.
Der Kreisspielleiter macht die Vereine außerdem auf einen neuen Service aufmerksam: „Für sämtliche Fragen außerhalb des Spielbetriebs stehen Vereinsberater als zusätzliche Ansprechpartner zur Verfügung. Nehmen Sie diese Unterstützung für Anliegen im Verein (zum Beispiel Gewinnung von Spielern, Trainern und Ehrenamtlichen, Umbaumaßnahmen am Vereinsgelände und Fördermöglichkeiten) gerne in Anspruch.“ Kontaktdaten dazu gibt es auf der Online-Seite der Bezirks-Geschäftsstelle Mittelfranken.