Für den TSC Neuendettelsau steht in der Fußball-Landesliga Nordost ein ereignisreiches Osterwochenende an. Zwei Auswärtsspiele innerhalb von drei Tagen stellen die Mannschaft und Trainer Dieter Kreiselmeier vor besondere Herausforderungen.
Dabei könnten die Gegner sportlich gesehen gegensätzlicher nicht sein, geht es doch am Samstag, 4. April, zum Tabellenführer DJK Ammerthal, ehe am Ostermontag, 6. April, die Reise zum Schlusslicht Vorwärts Röslau ansteht. Während der Aufsteiger in der Oberpfalz auf eine Außenseiter-Chance hofft, hat er beim Gastspiel in Oberfranken die Favoritenrolle inne. Diese Doppelbelastung verlangt den Spielern des Aufsteigers körperlich und mental alles ab, zumal der Kader verletzungsbedingt weiterhin ziemlich ausgedünnt ist.
Nach einem guten Start aus der Winterpause haben die Neuendettelsauer in den letzten beiden Spielen jeweils in der 87. Minute insgesamt drei Punkte verloren. Zunächst erzielte der direkte Abstiegskonkurrent TSV Weißenburg den Siegtreffer per Elfmeter, eine Woche später der ASV Weisendorf in eben jener Minute den Ausgleich.
Nervenstärke und Widerstandsfähigkeit sind nicht nur in den beiden Osterpartien, sondern insgesamt im Saisonendspurt gefragt. Für den TSC geht es darum, in Ammerthal auf seine kleine Außenseiterchance zu lauern und sich durch ein gutes Spiel Mut und Selbstbewusstsein für die Aufgabe in Röslau zu holen, gibt Trainer Kreiselmeier die Richtung vor.
Während Ammerthal bis zur Winterpause zwölf Spiele in Folge gewann – darunter ein 2:0 in Neuendettelsau – und der Konkurrenz enteilt schien, geriet der Motor des Bayernligaabsteigers zuletzt ins Stocken. Durch einen 2:0-Heimsieg am Dienstag gegen Quelle Fürth konnte der Vorsprung auf Jahn Forchheim wieder auf sieben Punkte ausgebaut werden. Zuvor gab es vier Spiele lang keinen Dreier für die DJK.
Ganz anders ist die Lage beim Aufsteiger aus Oberfranken. Röslau steht seit Monaten auf dem letzten Tabellenplatz und hat nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Dennoch wollen auch die Röslauer nach dem letzten Strohhalm greifen, wie sie vor zwei Wochen beim überraschenden Auswärtssieg in Lauterhofen demonstrierten. Ein Heimsieg gegen Mitaufsteiger Neuendettelsau wäre quasi die letzte Chance, um zumindest einen Relegationsplatz zu erreichen.
TSC-Trainer Kreiselmeier stimmt die Leistung in der ersten Hälfte gegen Weisendorf optimistisch: „Vor allem die ersten 20 Minuten waren unsere beste Phase in der ganzen Saison, darauf müssen wir aufbauen.“
Insgesamt hat der TSC aus den fünf Spielen nach der Winterpause eine ausgeglichene Bilanz bei einem minimalistischen Torverhältnis von 5:5. Dies zeigt aber auch, dass vor allem in der Offensive weiter an der Durchschlagskraft gearbeitet werden muss.