Am Samstag um 15 Uhr ist Fußball-Landesligist TSC Neuendettelsau zu Gast beim Spitzenteam FSV Erlangen-Bruck. Dass die Hürde extrem hoch sein wird, wissen sie beim TSC – und auch dass es nur mit einer außergewöhnlichen Leistung und dem notwendigen Spielglück zu einem Punktgewinn reichen wird.
Gut getan hat allen Beteiligten beim TSC der 2:1-Sieg gegen die SpVgg Mögeldorf am vergangenen Samstag. „Tief in der Nachspielzeit war es ein klassischer Lucky Punch, wie ich ihn in meinen bisherigen dreieinhalb Jahren beim TSC so noch nicht erlebt habe”, blickt Trainer Dieter Kreiselmeier zurück. „Die Mannschaft zeigte eine große Willensleistung, war im Spiel extrem widerstandsfähig sowie mental sehr stabil und wurde am Ende dafür belohnt.”
Wie so oft in der bisherigen Saison des Liganeulings folgen einem positiven Vortrag und drei erarbeiteten Punkten einige Fragezeichen, diesmal sind es deren zwei. Fraglich ist zum einen das Mitwirken des Siegtorschützen der Vorwoche, Maximilian Hirschmann, der sich im Abschlusstraining verletzt hat. Dessen möglicher Ausfall würde die ohnehin üppige Ausfallliste (Adler, Beil, Herboldsheimer und Louis Hirschmann) weiter verlängern.
„Maxi wurde in seiner bisherigen Laufbahn und auch in dieser Saison immer wieder von Verletzungen ausgebremst. Er ist seit Sommer bei uns und hat sich in dieser kurzen Zeit schon zu einem Führungsspieler auf und außerhalb des Platzes entwickelt”, so Kreiselmeier. „Ich hoffe, dass er bald wieder auf dem Platz steht. Im Optimalfall klappt es bereits in Bruck. Wir wollen aber kein Risiko eingehen.”
Frage Nummer zwei ist, ob es Neuendettelsau in dieser Saison erstmals gelingt, nach einem Heimsieg, auch auswärts zu punkten. „Das sind zwei Bereiche, die uns schon die ganze Saison begleiten. Die personellen Ausfälle verstand die Mannschaft bisher immer wieder gut zu kompensieren. Verbessern müssen wir uns aber in puncto Konstanz. Bisher haben wir es nicht geschafft, den Schwung einer guten Heimspiel-Leistung ins darauf folgende Auswärtsspiel mitzunehmen.” Insgesamt ist die bisherige Auswärtsbilanz des TSC sehr durchwachsen. In 10 Partien auf des Gegners Platz gelangen nur sieben Punkte bei 9:23 Toren. Der letzte Auswärtssieg, ein 1:0 in Unterreichenbach, liegt über sechs Monate zurück.
Erlangen-Bruck ist neben Ammerthal die spielstärkste Mannschaft der Liga. Das 1:1 gegen Schwabach in der Vorwoche bedeutete jedoch einen Rückschlag im Aufstiegsrennen. Deshalb sind die Brucker unter Zugzwang und müssen gegen den TSC gewinnen, um vorne dran zu bleiben. Der TSC-Coach will „gegen das Ballbesitzteam kompakt agieren und auf schnelle Umschaltmomente setzen”. Erstmals im Kader ist Sommerneuzugang Leon Reichel. Er verletzte sich im Juni am Mittelfuß, konnte in den letzten drei Wochen das Mannschaftstraining absolvieren und wird nun das Team trotz Trainingsrückstand von der Bank aus unterstützen.