„Akte X“-Star David Duchovny alias Fox Mulder kommt zum Filmfest München. Der Schauspieler, Schriftsteller und Musiker erhalte den Ehrenpreis des Festivals, den CineMerit Award, teilten die Veranstalter mit.
Duchovny bringt zudem einen neuen Film mit, in dem er mitgespielt hat: Die Tragikomödie „See You When I See You“ feiert am 4. Juli ihre internationale Premiere in München.
Das Festival läuft vom 26. Juni bis 5. Juli und zeigt rund 130 Filme aus 56 Ländern, darunter auch sehr aktuelle politische Werke. Am Donnerstag beginnt der Vorverkauf.
Duchovny ist nur einer der Ehrengäste. Einen zweiten CineMerit Award erhält der italienische Schauspieler Toni Servillo („La Grande Bellezza“). Weitere Gäste sind unter anderem der spanische Filmemacher Pedro Almodóvar und deutsche Prominente wie Jella Haase, Frederick Lau, Matthias Brandt und Katharina Thalbach.
Sandra Hüller wird zur Eröffnung des Festivals am 27. Juni erwartet, bei der das biografische Drama „Vaterland“ Premiere feiert, das beim Filmfestival in Cannes einen Preis für die beste Regie (Pawel Pawlikowski) erhielt. Hüller spielt darin an der Seite von Hanns Zischler und August Diehl.
Traditionell holen die Organisatoren gerne Streifen aus Cannes nach München. In diesem Jahr sind das unter anderem Almodóvars „Bitteres Fest“, der japanische Streifen „Titanic Ocean“ und „Everytime“ von Sandra Wollner, der in der Kategorie „Un Certain Regard“ gewann.
Auch politisch spannendes Kino ist zu erleben, allen voran der Dokumentarfilm „The Illusion of a Quiet Night“. Olga Chernykh zeigt darin nach Angaben der Münchner Festivalmacher Filmaufnahmen einer Sommernacht in der Ukraine während des Krieges. Die Videos stammen von Privatleuten, aber auch von Kamerateams, die an der Front oder auch in Städten gedreht haben. So sei eine Film-Collage entstanden, die sehr menschlich sei und die ungeschminkte Wahrheit der ukrainischen Realität zeige, teilten die Veranstalter mit.
Aus dem Iran stammt „Daydreaming Lullabies“, in dem ein junger Mann seine Schwester vor den Taliban in Sicherheit bringen will. Politisch hochaktuell ist auch „23.000 Leben“ über die lebensgefährliche Flucht von Menschen über das Mittelmeer.
„Lieblingsmenschen“ erzählt derweil von einer Freundschaft zwischen einer 101 Jahre alten Deutschen mit einem Iraner, der wegen seiner Homosexualität aus seiner Heimat geflohen ist. Zu sehen ist auch die Produktion „Bruno - Der junge Kreisky“ über den späteren Bundeskanzler Österreichs.
Viele der Festivalgäste sind auch fürs Publikum zu erleben - auf der Bühne vor oder nach einer Filmpremiere oder auch bei speziellen Podiumsgesprächen. Dabei gibt es eine Chance für die Zuschauerinnen und Zuschauern, Fragen an Schauspielerinnen und Schauspieler oder die Regie zu stellen.
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