Feuer auf Großmarkt: Einsturzgefahr erschwert Löscharbeiten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.07.2026 02:48, aktualisiert am 04.07.2026 10:47

Feuer auf Großmarkt: Einsturzgefahr erschwert Löscharbeiten

Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpfen einen Brand in einem Gewerbegebiet in Stuttgart. (Foto: Enrique Kaczor/dpa)
Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpfen einen Brand in einem Gewerbegebiet in Stuttgart. (Foto: Enrique Kaczor/dpa)
Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpfen einen Brand in einem Gewerbegebiet in Stuttgart. (Foto: Enrique Kaczor/dpa)

Nach dem Ausbruch eines Brandes auf dem Stuttgarter Großmarkt löscht die Feuerwehr weiter die Flammen. Die Brandbekämpfung gestalte sich wegen der teilweise einsturzgefährdeten Gebäude schwierig, sagte Feuerwehrsprecher Daniel Anand. Die Einsatzkräfte könnten die Hallen nicht betreten, stattdessen werde das Feuer seit Stunden von außen bekämpft.

Das Technische Hilfswerk reiße deshalb nun mit einem Bagger Teile der Lagerhallen ab, hieß es. Gegebenenfalls müsse man sogar die kompletten Hallen abreißen. Ein Statiker soll die Lage jetzt beurteilen.

Das Feuer war am Freitagabend aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen. Was genau sich in den brennenden Hallen befindet, war zunächst ebenfalls unklar. Auf dem Großmarkt sind mehr als 100 Import- und Großhandelsfirmen angesiedelt, die frische Waren wie Obst, Gemüse und Blumen an Hotels, Gaststätten und andere Gewerbekunden verkaufen. 

Der Großmarkt ist eigenen Angaben zufolge der drittgrößte Handelsplatz für frische Waren in Deutschland. Er liegt im Stadtteil Wangen, direkt am Neckar. Die Verantwortlichen des Großmarkts waren zunächst nicht erreichbar.

Mehr als 200 Menschen im Einsatz

Einen Brand in dieser Größenordnung und eine vergleichbar große Einsatzlage habe es in Stuttgart in den vergangenen Jahren nicht gegeben, sagte der Feuerwehrsprecher. Es handle sich um ein sehr „außergewöhnliches Ereignis“. 

Mehr als 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Technischem Hilfswerk waren in der Nacht im Einsatz. Am Morgen wurde ein Großteil des Personals abgelöst. Hinweise auf Verletzte gibt es nach ersten Erkenntnissen nicht.

Die Flammen drohten am Morgen auf andere Lagerhallen überzugreifen. Mit Hilfe von mehreren Drehleitern und Teleskopmasten gelang es der Feuerwehr, die Intensität des Brandes einzudämmen. Die Gefahr einer Ausweitung ist den Angaben nach dadurch gesunken. Weiterhin seien aber offene Flammen zu sehen, die die Einsatzkräfte aus mehreren Richtungen löschen.

Löscharbeiten ziehen sich noch Stunden

Die Löscharbeiten werden sich laut Anand noch mehrere Stunden ziehen. Ein Problem für die Einsatzkräfte: Sie brauchen viel Löschwasser. Deshalb wird auch Wasser aus dem nahegelegenen Neckar gepumpt. Einsatzkräfte mit Booten stellen dabei sicher, dass der Fluss nicht verunreinigt wird.

Um den Schaden so gering wie möglich zu halten, seien geparkte Lastwagen von den Lagerhallen weggefahren worden, erklärte der Sprecher der Feuerwehr. Die Polizei konnte den Schaden am Vormittag noch nicht beziffern. 

Keine Gefahr für Bevölkerung

Die Rauchwolke über dem Industriegebiet ist inzwischen nicht mehr so dicht wie in der Nacht. Trotzdem mahnte die Feuerwehr die Bevölkerung in einem Umkreis von vier Kilometern, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Außerdem könne es zu einer Geruchsbelästigung kommen. Gefahr für die Bevölkerung bestehe aber nicht.

© dpa-infocom, dpa:260703-930-331375/5


Von dpa
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