Ab „Mitte Mai oder gegebenenfalls früher“ soll der Verkehr auf der Westtangente in Feuchtwangen rollen. Dieses Ziel nannte Tiefbauamtsleiter Jörg Körner jetzt den Mitgliedern des Bau- und Verkehrsausschusses vor Ort.
Die Pflanzarbeiten seien abgeschlossen, Büsche und Bäume gesetzt sowie eine Ausgleichsfläche vorbereitet, gab Körner zum aktuellen Sachstand bekannt. In den nächsten Tagen sei auch das Leitsystem für die Amphibien zu den Tunneln fertiggestellt. „Die Frösche fangen schon an zu wandern.“
Viel Zeit nehme noch das Setzen der Fundamente für die Beschilderung der Straße in Anspruch. Derweil sei der Bahnübergang in Feuchtwangens Süden für einen späteren Zugverkehr vorbereitet: Genüge die bereits montierte Beschilderung den rechtlichen Vorgaben zunächst, so werde die Mittelfränkische Eisenbahngesellschaft vor einer Inbetriebnahme der Gleise Halbschranken im Bereich der Straße und kleine Schranken am Radweg installieren.
Die Asphalttragschicht auf der neuen Trasse von der B25 bis zum Übergang in die Daimlerstraße ist fertig. Indes wird die etwa zehn Zentimeter starke Deckschicht laut Körner erst zuletzt aufgetragen, wenn keine schweren Baufahrzeuge mehr auf der künftigen Straße fahren müssen. Auch die Höhe der Bankette werde dann angepasst.
„Die Straße ist breit genug, dass jeder Lkw darauf fahren kann“, erklärte Bürgermeister Patrick Ruh. Theoretisch wäre es sogar denkbar, sie später zur Bundesstraße hochzustufen. Weil diese für den Schwerverkehr allerdings mautpflichtig wäre, wären dann Vorkehrungen nötig, um einen Ausweichverkehr auf der Crailsheimer und Dinkelsbühler Straße zu unterbinden.
In diesem Sinn forderte Jürgen Ströhlein (CSU) in der Sitzung des Fachausschusses, zeitgleich mit der Freigabe der Westtangente die Ampelanlagen an der Dinkelsbühler Straße so zu schalten, dass diese Ortsdurchfahrt für den Schwerverkehr unattraktiv wird und die Lasterfahrer deshalb die neue Umfahrung nutzen. Seinem Antrag, den er einreichte, zufolge sollten alle Möglichkeiten zur Verkehrsverlagerung geprüft werden.