Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat Kritik an Jung-Nationalspieler Lennart Karl geübt und eine Aussprache mit dem 18-Jährigen angekündigt. „Ich habe mir vorgenommen, ein ernstes Gespräch mit ihm zu führen. Er ist noch lange kein Superstar, junge Spieler brauchen Demut“, sagte Hoeneß in einem Interview der „Welt am Sonntag“.
Nach Ansicht des 75-Jährigen haben die Lobeshymnen dem Senkrechtstarter der vergangenen Saison ein wenig den Kopf verdreht. „Junge Spieler brauchen auch Druck. Ich weiß nicht, ob es Lennart Karl guttut, wenn man ihn immer nur in den Arm nimmt“, sagte Hoeneß und befand: „Vergleiche mit Olise tun ihm offensichtlich nicht gut, da liegen noch Welten dazwischen.“
Karl hatte in der Vorsaison mit neun Toren und acht Vorlagen bei den Bayern-Profis voll eingeschlagen und auch den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft. Die WM im Sommer verpasste er jedoch wegen eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel, den er sich kurz vor dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko zugezogen hatte. Seither läuft er seiner Bestform hinterher und kam in den bisherigen neun Pflichtspielen nur 267 Minuten zum Einsatz.
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