Er bietet Rat und Hilfe: So steht es um den VdK-Kreisverband Ansbach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.12.2024 13:00

Er bietet Rat und Hilfe: So steht es um den VdK-Kreisverband Ansbach

VdK-Kreisgeschäftsführer Markus Schubert und die Kreisvorsitzende Helga Koch engagieren sich für die sozialpolitische Arbeit, um ältere und kranke Menschen zu unterstützen. (Foto: Silvia Schäfer)
VdK-Kreisgeschäftsführer Markus Schubert und die Kreisvorsitzende Helga Koch engagieren sich für die sozialpolitische Arbeit, um ältere und kranke Menschen zu unterstützen. (Foto: Silvia Schäfer)
VdK-Kreisgeschäftsführer Markus Schubert und die Kreisvorsitzende Helga Koch engagieren sich für die sozialpolitische Arbeit, um ältere und kranke Menschen zu unterstützen. (Foto: Silvia Schäfer)

18.850 Mitglieder zählt der VdK-Kreisverband Ansbach. Tendenz weiter steigend. Der Sozialverband bietet seinen Mitgliedern qualifizierte Beratung bei Fragen und Problemen mit der Rente, der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung oder der Anerkennung der Schwerbehinderung. Er hat eine hohe Erfolgsquote bei Widersprüchen und Klagen.

Kreisgeschäftsführer Markus Schubert und die Kreisvorsitzende Helga Koch legen im Gespräch eine beeindruckende Bilanz vor. Bei allen sozialgerichtlichen Antrags- und Widerspruchsverfahren konnte im vergangenen Verbandsjahr im VdK-Kreisverband eine Summe von insgesamt 1,72 Millionen Euro für die Mitglieder erstritten werden.

Bei 1962 gestellten Anträgen wurde gegen 596 Bescheide Widerspruch eingelegt und 185 Klagen über die Bezirksgeschäftsstelle vor dem Sozialgericht erhoben. Die meisten Anträge und Widersprüche wurden beim Grad der Schwerbehinderung, beim Anspruch auf Erwerbsminderungsrente oder anderen Rentenarten eingelegt.

Zugenommen habe auch die Zahl der Widersprüche gegen die Entscheidung der Pflegekasse beziehungsweise gegen Bescheide der Krankenkasse. In Widerspruchsverfahren konnten im Schnitt vier von zehn Fällen zu einem für die Versicherten positiven Ergebnis geführt werden.

6931 Beratungsgespräche in Präsenz und 1620 am Telefon

Innerhalb eines Jahres wurden in Ansbach, Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Rothenburg 6931 Beratungsgespräche in Präsenz und 1620 am Telefon durchgeführt. Das sind im Schnitt etwas über 700 Beratungen im Monat und nicht selten bis zu 200 Anrufe in der Kreisgeschäftsstelle am Tag. Nicht mitgezählt sind die Anfragen beziehungsweise Termine von oder mit Mitarbeitern aus den zahlreichen Ortsverbänden.

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Unter den rund 18.850 Mitgliedern engagieren sich über 400 Personen ehrenamtlich. „Wir könnten aber noch mehr Freiwillige brauchen, die Verantwortung übernehmen“, sagt Helga Koch. Seit 25 Jahren ist sie Vorsitzende des Ortsverbandes Brodswinden und seit 2017 Kreisvorsitzende. Aus der Kommunalpolitik im Ansbacher Stadtrat hat sie sich verabschiedet.

Sorgen um die Zukunft

Der Altersdurchschnitt der VdK-Mitglieder im Kreisverband liegt bei 63 Jahren. Aber es gibt auch viele 90-Jährige und Mitglieder, die noch älter sind. Die Ratsuchenden würden im Schnitt immer jünger, heißt es, weil es immer wieder Unstimmigkeiten bei der Frühverrentung gibt. Ein Schlaganfall, ein Sturz oder eine Erkrankung können plötzlich zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung führen. Auch für die Angehörigen ändert sich dann vieles.

Den Mitgliedern wird beim Ausfüllen von Anträgen geholfen, bei der Formulierung von Widersprüchen und bei Klagen vor den Sozialgerichten. Bei Markus Schubert war ein Verkehrsunfall 1988 zwischen Ehingen und Lentersheim der Auslöser, mit 21 Jahren dem VdK beizutreten.

Er befand sich auf der Heimfahrt von der Arbeit als Schreiner, als er von einem entgegenkommenden Auto frontal erfasst und schwer verletzt wurde. Auf Krankenhaus- und Reha-Aufenthalt folgte eine Umschulung zum Industriekaufmann und parallel dazu ein „Wust an Bürokratie“, wie er sagt. Glück im Unglück war für ihn, dass der Unfall von der gesetzlichen Unfallversicherung als Wegeunfall anerkannt wurde.

Markus Schubert arbeitete zunächst in der Möbelbranche, bevor er 2007 zum hauptamtlichen Geschäftsführer des Vdk-Kreisverbandes bestellt wurde. Ehrenamtlich leitet er seit 1993 den Ortsverband Wassertrüdingen.

Jüngste Mitarbeiterin ist 24 Jahre alt

In der barrierefreien Geschäftsstelle in der Nürnberger Straße kümmern sich acht Vollzeitmitarbeiter – die Jüngste ist die 24-jährige Melina Sokianos – um die Anliegen der Mitglieder. Bürgernähe wird auch in den Außensprechstellen hergestellt.

Die Bezeichnung „Verband der Kriegsbeschädigten“ wird nicht mehr verwendet. Die Buchstaben „VdK“ stehen heute für den größten Sozialverband in Deutschland. Seine Arbeit finanziert er über Mitgliedsbeiträge und Spenden.

In den 45 Ortsgruppen des Kreisverbandes Ansbach werden das ganze Jahr über Geburtstags- und Krankenbesuche mit der Hinwendung zu Mitmenschen und Kranken arrangiert. Versammlungen, Veranstaltungen nach Jahreszeiten, wie jetzt Advents- und Weihnachtsfeiern, Ausflüge und Reisen spielen bei der Pflege von Gemeinschaft und Geselligkeit eine wichtige Rolle.

Im kommenden Jahr bietet der Kreisverband eine Flugreise nach Andalusien und eine Flusskreuzfahrt an. Ebenso wird es wieder ein gemeinsamen Theaterbesuch in Dinkelsbühl und ein großes Herbstfest auf dem Brombachsee geben.

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