Im Wohnhaus des mutmaßlichen Schützen von Krakau sind drei Tote aufgefunden worden. Das gehe aus Aufnahmen einer Drohne hervor, sagte der polnische Regierungschef Donald Tusk bei einer Pressekonferenz des Krisenstabs. Es handele sich um zwei Frauen und einen Mann. Es seien wahrscheinlich die engsten Familienangehörigen des Verdächtigen.
Es bestand der Verdacht, dass sich Sprengsätze in dem Haus befinden könnten. Zu den Hintergründen der Tat machte Tusk keine näheren Angaben. Er betonte, dass Polizei, Sicherheitsbehörden und Staatsanwaltschaft alles unternehmen würden, um so schnell wie möglich Informationen zu den Motiven des Schützen bekanntzugeben.
Nach Aussage des polnischen Innenministers Marcin Kierwinski war der 25-Jährige von rechtsextremistischen Ideologien fasziniert gewesen, auch wenn dies noch näher überprüft werden müsse. Der polnische Staatsbürger stamme aus der Woiwodschaft Heiligkreuz im Südosten des Landes.
Bei der Schusswaffenattacke auf dem Hauptmarktplatz in Krakau (Krakow) kamen am Samstag sechs Menschen ums Leben, mindestens 15 wurden verletzt, viele davon lebensgefährlich. Unter den Toten soll nach derzeitigem Stand ein ausländischer Staatsbürger sein, unter den Verletzten fünf Ausländer.
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