Zwischen Bratwurst, Karussell und markgräflichen Lustbarkeiten: Das Veranstaltungsprogramm für 2023 lässt in der Stadt einige Höhepunkte erwarten. Eine neue Event-Location feiert dabei ihre offizielle Premiere.
Den Anfang des bunten Reigens, dessen Tradition bis ins Jahr 1723 und der markgräflichen Anordnung zur Abhaltung von Jahrmärkten und Messen zurückreicht, macht 300 Jahre später die LeseLust. Vom 23. bis zum 27. April bewerben sich fünf fränkische Autoren mit ihren Texten für den Literaturpreis. Zum 20. Jubiläum der LeseLust reicht die Palette vom Lyrik-Pingpong bis zur Rast am Campingplatz. Freunde der Unterhaltung dürften also ebenso fündig werden wie Literaturspezialisten.
Vom 29. April bis zum 1. Mai bietet die Ansbacher Mess täglich ab 11 Uhr für Freunde des gepflegten Gaumenschmauses eine abwechslungsreiche Reise durch die internationale Kulinarik. Mit dem Untertitel „Food & Feines“ konnte sich so mancher Stadtrat aufgrund des Anglizismus zwar nicht anfreunden, für das junge Zielpublikum sei er aber wie maßgeschneidert, versicherte Nadja Wilhelm, Referatsleiterin für Kultur und Tourismus.
An den drei Tagen werden wieder die Produkte zahlreicher Food Trucks leckeren Duft in der Reitbahn verströmen. Das erklärte Ziel, den Genussmarkt zu integrieren und gleichzeitig dem Charakter eines früheren Kramermarktes zu entsprechen, wird mit vielen Ständen von regionalen Direktvermarktern rund um die Gumbertuskirche verfolgt. Im Familienprogramm können sich daneben Kinder schminken lassen, flauschige Alpakas streicheln und einem Schmied bei der schweißtreibenden Arbeit über die Schulter schauen.
Gleichzeitig startet am 29. April in der Tradition der Skulpturenmeile der Bildhauer Martin Steinert mit dem Aufbau seines Kunstwerks am Schlossplatz: „Atelier im öffentlichen Raum“ lautet der Titel des Projekts.
Nur ein paar Tage später beginnt am 7. Juni das Altstadtfest, das diesmal um zwei Veranstaltungsflächen erweitert wird: Im „Kulturgärtla Schaitbergerstraße“, wie das Carree hinter der Herberge zur Heimat nun offiziell getauft wurde, und im Stadtgraben sollen zusätzliche Angebote Platz finden. Mit dem verkaufsoffenen Sonntag in der Altstadt schließt das bunte Treiben am 11. Juni.
Nicht weniger farbenprächtig dürfte es erwartungsgemäß bei den Rokoko-Festspielen zugehen, mit denen Ansbach vom 29. Juni bis zum 2. Juli seinem markgräflichen Erbe Rechnung trägt. Zwei Neuerungen wird es dabei geben: Erstmals wird es eine reine Veranstaltung für kleine Prinzen und Prinzessinnen geben. Zudem wird die Aufführung einer Nachwuchs-Tanzgruppe auf einer Bühne in der Reitbahn zu bestaunen sein. Der Samstag wird zum Party-Picknick für die ganze Familie, am Abend hält der Fürst Hof. Zum Abschluss der Rokoko-Tage spielt die Feldmusik vor der imposanten Kulisse der Orangerie im Hofgarten.
Im Anschluss an die Kirchweih, die vom 7. bis zum 11. Juli mit ihren Fahrgeschäften und weltlichen Genüssen die Besucher lockt, wird in diesem Jahr der Veranstaltungsreihe Ton ohne Strom ein neuer Platz eingeräumt.
Vom 13. bis zum 23. Juli wird akustische Musik ohne Verstärker diesmal ausschließlich im „Kulturgärtla Schaitbergerstraße“ präsentiert. Wie bei der Premiere im Vorjahr soll das Areal der Klampfenspieler mit einem Biergarten und Cocktail-Ausschank für Anziehungskraft sorgen.
Freunde der Klassik werden nur wenig später bei der alle zwei Jahre stattfindenden Bachwoche verwöhnt: Ab dem 28. Juli bis zum 6. August gibt es Werke von Bach unter anderem in der Orangerie sowie in der Gumbertus- und der Johanniskirche zu hören. Abgerundet wird das Veranstaltungsprogramm mit der LesArt (5. bis 12. November) und dem Weihnachtsmarkt (30. November bis 23. Dezember).