Die Feier zum Stadtjubiläum in Ansbach soll „rauschend“ sein | FLZ.de

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Veröffentlicht am 30.05.2023 16:01

Die Feier zum Stadtjubiläum in Ansbach soll „rauschend“ sein

Schon vor 25 Jahren feierte Ansbach Jubiläum. 1998 beging die Stadt das 1250-Jährige auch mit einem Bürgerfest. (Archivfoto: Alexander Biernoth)
Schon vor 25 Jahren feierte Ansbach Jubiläum. 1998 beging die Stadt das 1250-Jährige auch mit einem Bürgerfest. (Archivfoto: Alexander Biernoth)
Schon vor 25 Jahren feierte Ansbach Jubiläum. 1998 beging die Stadt das 1250-Jährige auch mit einem Bürgerfest. (Archivfoto: Alexander Biernoth)

Das Jubiläum 800 Jahre Stadt Ansbach ist eigentlich gerade erst vorbei. Doch die Corona-Pandemie ließ 2021 nur einen Teil des Programms zu. Jetzt eröffnet sich eine neue Chance mit dem nächsten Jubiläum. 2023 will Ansbach mit seinen Gästen 1275 Jahre Bestehen feiern. „Rauschend“ soll es da beim Altstadtfest zugehen.

Dokumente aus dem Mittelalter sind ein rares Gut. Eines von ihnen macht es jetzt in Ansbach möglich, das Stadtjubiläum zu feiern. In einem Brief vom 1. Mai 748 dankt Papst Zacharias 13 Edelleuten aus Franken für ihre frommen Stiftungen. So schildert es die Stadt heute.

An sechster Stelle finde sich Gundpertus, also wohl der Ansbacher Klostergründer und spätere heilige Gumbertus. Dieses – nicht erhaltene – Dokument „war schon der Anlass in den Jahren 1948 und 1998, die erste Erwähnung Ansbachs zu feiern“, heißt es von der Stadt.

Zauberei und Straßenkunst

Das Jubiläum 2023 teilt die Leiterin des städtischen Geschäftsbereichs Kultur, Stadtmarketing und Tourismus, Nadja Wilhelm, in zwei Bereiche: in ein historisches Angebot und den „Anlass, um ein Jubiläum in der breiten Masse zu feiern“. Dies habe beim 800-Jahre-Jubiläum nicht stattfinden können.

Ein solches „rauschendes Straßenfest“ versprach Oberbürgermeister Thomas Deffner den Menschen auf FLZ-Anfrage bereits 2022 für das Jubiläum in diesem Jahr.

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Beim Altstadtfest von 7. bis 11. Juni steht vor allem der Donnerstag, also der Fronleichnamstag, im Zentrum der Feierlichkeit, wie Nadja Wilhelm betont. Unter dem Motto „Ansbach hereinspaziert“ durchziehen von 16 bis 20 Uhr Zauberei, Artisten, Drehorgelspiel, Straßenkunst, zeitgenössischer Zirkus und urbaner Tanz die Innenstadt. Um 16.30 Uhr hält Oberbürgermeister Thomas Deffner die Festansprache.

Fürs Markgrafenmuseum konzipierte ihr Leiter Dr. Wolfgang F. Reddig die Sonderausstellung „Aus der markgräflichen Schatzkammer – Albrecht-Dürer-Renaissance und Grüne Familie“. Sie ist von 7. bis 14. Juni zu sehen und bezieht sich auf wertvolle Druckgrafiken aus der Renaissance und auf Fayencen der „Grünen Familie“ – mit ihrer charakteristischen grünen Schmelzfarbe.

Freigetränke gibt es zu verschenken

Ein Impuls aus der Citywerkstatt steht laut Nadja Wilhelms Worten Pate für einen weiteren Punkt. Die Stadt verschenkt 1275 Freigetränke. Die Gutscheine lassen sich auf der Internetseite www.ansbach.de unter „Erlebnisse buchen“ holen.

Jeweils kostenlos sind vier stadtgeschichtliche Radtouren und die Jubiläumsführungen. Zu den Radtouren stellt die Stadt fest: „Die Entwicklung Ansbachs war über viele Jahrhunderte von den Bächen, die die Landschaft modellieren, geprägt.“ Deshalb gäben vier Gewässer die Routen vor.

Die Touren finden immer mittwochs am 14. (Onolzbach), 21. (Dombach) und 28. Juni (Hennenbach) sowie am 5. Juli (Rezat) statt und starten jeweils um 18 Uhr am Anscavallo. Alexander Biernoth und Stefan Diezinger leiten sie. Themen sind Geschichte, Archäologie, Natur und Aktuelles aus der Stadtentwicklung, wie die Kommune ankündigt.

Die Jubläumsführungen sind einmal im Monat für den Samstag um 15 Uhr anberaumt. Die verbleibenden Termine sind der 10. Juni, der 8. Juli, der 5. August und der 30. September. Ziele sind gemäß der Stadt „Highlights“ wie die Markgrafengruft, die Schwanenritterkapelle, die Synagoge und eine „Überraschung, die nicht verraten wird“.

Samstagsführungen vielleicht auch nächstes Jahr

„Wir merken, dass sehr viele Tagestouristen am Samstag bei uns in der Stadt sind“, erklärt Nadja Wilhelm. Man beobachte nun, wie die Menschen die Jubiläumsführungen annehmen. Denkbar sei, es 2024 fortzuführen, an Samstagen eine Stadtführung anzubieten.

Übrigens halten die Historiker das 1275-Jahre-Jubiläum für historisch nicht so gesichert wie das 800-Jahre-Jubiläum, wie Nadja Wilhelm hervorhebt. Für letzteres „haben wir die Urkunde vorliegen“.

Daher sei es angemessen gewesen, die 800 Jahre, soweit es Corona erlaubte, größer zu begehen. „Im Einklang mit dem, dass die Stadt die Haushaltsmittel auch entsprechend dosiert“, sei sie voll einverstanden, dass man 2023 kleiner feiere.

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