Der Gemeinderat in Weigenheim schrumpft nach der Kommunalwahl 2026 | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.08.2025 14:58

Der Gemeinderat in Weigenheim schrumpft nach der Kommunalwahl 2026

Ein bisschen weniger Gemeinderäte als bisher brüten in der nächsten Legislaturperiode über Bauplänen oder fällen Entscheidungen. Momentan sind es noch zwölf plus Bürgermeister Rainer Mayer (links). (Archivbild: Ulli Ganter)
Ein bisschen weniger Gemeinderäte als bisher brüten in der nächsten Legislaturperiode über Bauplänen oder fällen Entscheidungen. Momentan sind es noch zwölf plus Bürgermeister Rainer Mayer (links). (Archivbild: Ulli Ganter)
Ein bisschen weniger Gemeinderäte als bisher brüten in der nächsten Legislaturperiode über Bauplänen oder fällen Entscheidungen. Momentan sind es noch zwölf plus Bürgermeister Rainer Mayer (links). (Archivbild: Ulli Ganter)

Der nächste Gemeinderat in Weigenheim wird kleiner ausfallen als der jetzige. Diese „nicht schöne” Mitteilung machte Bürgermeister Rainer Mayer in der Sitzung am Mittwoch.

Das jetzige Gremium besteht aus zwölf Rätinnen und Räten plus Bürgermeister. Aktuell ist die Einwohnerzahl aber auf unter 1000 gesunken. Zwar lag die Zahl zuvor drei Jahre lang über der ausschlaggebenden Marke, doch zuvor verzeichnete die Kommune jahrelang niedrigere Werte.

Deshalb sei die Argumentation dünn, wenn man im Landratsamt einen Vorstoß machen wolle, es bei den jetzt zwölf Sitzen zu belassen, erläuterte Mayer. Er bekannte, dass diese Information ihn schon „fast ein bisschen geschockt” habe. „Das ist nicht schön, aber es ist so”, stellte er fest. Schon früher hatte man zu neunt (acht plus Bürgermeister) getagt, in den vergangenen beiden Wahlperioden waren es aber zwölf plus Bürgermeister.

Es gibt auch positive Aspekte

Der Rat sagte nicht viel zu der Nachricht. „Dann sparen wir Sitzungsgeld”, versuchte Thomas May der Situation wenigstens etwas Positives abzugewinnen.

Unter „Sonstiges” meldete sich Jochen Rückert zu Wort und nutzte die geschrumpfte Einwohnerzahl, um einen Appell für ein Baugebiet in Geckenheim zu wiederholen, den er schon in einer früheren Gemeinderatssitzung vorgetragen hatte. Er kenne allein drei Geckenheimer, die in dem Ortsteil bauen wollten und es dann mangels Bauland anderswo taten. Aus den Dreien seien mittlerweile zwölf Personen geworden. Bei 120 Bewohnern in Geckenheim wären das zehn Prozent gewesen. „Das tut uns schon weh.”

Der Bürgermeister pflichtete ihm bei. Das Thema „Baugebiete” drücke ihn auch, sagte er, besonders mit Blick auf Geckenheim und Reusch. Angesichts der hohen Kosten, meinte er aber: „Darüber muss das nächste Gremium entscheiden.”

Zurück zur Kommunalwahl 2026. Mayer forderte die Mitglieder des Gremiums auf, sich zu überlegen, ob sie wieder antreten und auch Ausschau nach anderen Kandidatinnen und Kandidaten zu halten.

„Es gibt kein Kirchturmdenken mehr”

Suchen sollten sie außerdem nach Leuten, welche die Nominierungsversammlung halten. Diese dürfen nicht selbst kandidieren und nicht im Wahlausschuss sein. Beim Gemeindewahlausschuss handelt es sich um ein Gremium, das die formale Korrektheit der Wahl feststellt und im Zweifelsfall entscheidet, ob eine Stimme gültig oder ungültig ist.

Bisher sitzen im Gemeinderat sechs Vertreter und Vertreterinnen aus Weigenheim, vier aus Reusch und zwei aus Geckenheim. Aber ihm sei es komplett egal, wie viele aus welchem Ortsteil stammen, meinte Mayer. „Es gibt kein Kirchturmdenken mehr.” Er selbst kandidiert, wie er bereits bekannt gegeben hat, wieder für den Posten des Bürgermeisters, aber nicht für den Gemeinderat.


Ulli Ganter
Ulli Ganter
Redakteurin
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