Der Baustart steht bevor: Die Schwarzenberger Schlossgaststätte wird zum Kindergarten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.05.2025 20:11

Der Baustart steht bevor: Die Schwarzenberger Schlossgaststätte wird zum Kindergarten

An der ehemaligen Schlossgaststätte kündet inzwischen ein Plakat von der künftigen Nutzung. (Foto: Andreas Reum)
An der ehemaligen Schlossgaststätte kündet inzwischen ein Plakat von der künftigen Nutzung. (Foto: Andreas Reum)
An der ehemaligen Schlossgaststätte kündet inzwischen ein Plakat von der künftigen Nutzung. (Foto: Andreas Reum)

Für den Umbau der ehemaligen Schlossgaststätte zu einem Kindergarten hat der Stadtrat einen weiteren Planungsauftrag und nun auch erste Bauarbeiten vergeben. Das Gesamtvolumen dieser vier Beschlüsse summiert sich auf gut 550.000 Euro.

Nicht ganz die Hälfte davon, fast eine Viertelmillion Euro, entfällt dabei auf die Architektin für die noch ausstehenden Leistungsphasen vier bis acht, von der Ausführungsplanung bis zur Objektüberwachung. Das sei die aktuell wichtigste Vergabe, merkte Bauamtsmitarbeiter Jonathan Scheidig an. Diese Planungskosten richten sich nach der Honorarabrechnung für Architekten und Ingenieure, kurz HOAI, erläuterte Bürgermeister Claus Seifert.

Bei den Rohbauarbeiten kommt eine Schornweisacher Firma zum Zuge. Sie hatte mit 142.000 Euro das günstigste unter den eingegangenen sechs Angeboten abgegeben. Ihr Preis lag sogar um mehr als 30.000 Euro unter den vorab geschätzten Kosten. Mit der Firma aus dem Uehlfelder Ortsteil habe die Stadt bereits beim Anbau für den Elisabeth-Kindergarten gute Erfahrungen gemacht, fügte Scheidig an.

Der Fensterbau geht für fast 132.000 Euro ebenfalls an eine Uehlfelder Firma, die unter drei abgegebenen Angeboten mit knappem Vorsprung das günstigste eingereicht hatte. Hier lag die Vorabberechnung bei 113.000 Euro; allerdings seien Altbaufenster schwierig zu schätzen, merkte Scheidig an.

Lastenaufzug ist eventuell entbehrlich

Ebenfalls über der Schätzung liegen die Kosten für den Gerüstbau. Statt der vermuteten 17.000 Euro werden es fast 35.000 Euro, also gut das Doppelte. Allerdings, so erläuterte Scheidig, ist in der Angebotssumme auch ein Lastenaufzug enthalten, den es eventuell gar nicht braucht. Dieser macht alleine etwa die Hälfte der Kosten aus.

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Vor allem mit Blick auf die Planungskosten fand Martina Kellner (ÜWG), es seien „groteske Summen, die bei öffentlichen Bauwerken aufgerufen werden“. Dr. Rainer Spörl (CSU) hatte ausgerechnet, dass bei einem Stundensatz von 85 Euro eine Person ein Jahr lang arbeiten muss, um auf solch eine Summe zu kommen.

Die nächsten Vergaben für das Kindergartenprojekt, etwa die Heizungs- und Elektroinstallation, sollen in der Mai-Sitzung des Stadtrats vergeben werden, kündigte Bürgermeister Seifert an.

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