Dauerbaustelle in Scheinfelds Altstadt: Arbeiten dauern noch deutlich länger | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.05.2026 16:05

Dauerbaustelle in Scheinfelds Altstadt: Arbeiten dauern noch deutlich länger

Die Arbeiten auf der Hauptstraßen-Nordseite (im Foto links) sind voll im Gange und sollen bis zum Jubiläumswochenende im Juni abgeschlossen sein. Die Südseite ist erst danach an der Reihe.  (Foto: Andreas Reum)
Die Arbeiten auf der Hauptstraßen-Nordseite (im Foto links) sind voll im Gange und sollen bis zum Jubiläumswochenende im Juni abgeschlossen sein. Die Südseite ist erst danach an der Reihe. (Foto: Andreas Reum)
Die Arbeiten auf der Hauptstraßen-Nordseite (im Foto links) sind voll im Gange und sollen bis zum Jubiläumswochenende im Juni abgeschlossen sein. Die Südseite ist erst danach an der Reihe. (Foto: Andreas Reum)

Für die Scheinfelder Altstadtsanierung ist der überarbeitete Zeitplan nun offiziell. Dieser sei, wie Vizebürgermeister Dr. Berthold Krabbe im Bauausschuss sagte, „so realistisch, dass man sich sicher ist, dass man den Plan einhalten kann”.

Bis zum großen Jubiläumswochenende im Juni, so stellte Krabbe in Aussicht, soll die nördliche Hauptstraßenseite fertig sein. Bis Jahresende soll dann auch die Südhälfte der Hauptstraße entsprechend umgebaut sein. Es werde zu Beginn nächsten Jahres noch „Randarbeiten” beziehungsweise Arbeiten in den Nebengassen bis in den Mai hinein geben. Krabbe, der die Sitzung für den terminlich verhinderten Bürgermeister Theodor Schell leitete, hielt die Planung, die schon seit ein paar Wochen inoffiziell kursiert, nun für belastbar: „Ich glaube, das können wir jetzt so kommunizieren.”

Vormals galt ein engerer Zeitplan

Es werde der Zeitpunkt kommen, so merkte Stadtbaumeister Hans Pongratz an, an dem sich der Effekt ergibt, dass die eine Straßenseite fertig ist, die anderen aber noch im alten Zustand. Dr. Rainer Spörl (CSU) kommentierte den neuen Zeitplan mit dem Hinweis, dass die Verzögerung dann ein Jahr betrage. Krabbe sprach von „mindestens einem halben Jahr”. Während Pongratz den vormals engeren Zeitrahmen als „politische Forderung” einordnete, erinnerten sich die beiden ÜWG-Räte Martina Kellner und Tim Schmitt, dass jene Zeitschiene dem Ratsgremium so vorgestellt worden war.

Bei einer Präsentation des Planungsbüros Mitte November 2024 war ein deutlich ambitionierterer Wenn-alles-klappt-Zeitplan präsentiert worden. Dieser war von einem möglichen Start Anfang April 2025 und einem knappen dreiviertel Jahr Bauzeit ausgegangen. In den Ratsreihen, also von politischer Seite, war dies als sehr sportlich eingeschätzt worden. Tatsächlicher Baustart war im letzten Juli-Drittel vorigen Jahres.

Der neue Bürgermeister Theodor Schell (links am Bildrand) vereidigt die neuen Ratsmitglieder (weiter von links): Julia Buchner, Jürgen Wostratzky, Tobias Schick, Niklas Rottmeier, Luise Fröhlich, Stefan Jordan, Bernhard Brändlein und Sandra Lechner. (Foto: Andreas Reum)
Der neue Bürgermeister Theodor Schell (links am Bildrand) vereidigt die neuen Ratsmitglieder (weiter von links): Julia Buchner, Jürgen Wostratzky, Tobias Schick, Niklas Rottmeier, Luise Fröhlich, Stefan Jordan, Bernhard Brändlein und Sandra Lechner. (Foto: Andreas Reum)

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„Mobiles Grün” statt gepflanzter Bäume

Unterschiedlich fielen auch die Einschätzungen zu der bisher erfolgten beziehungsweise nicht erfolgten Begrünung aus. Kellner erinnerte daran, dass im Bereich der Ampelkreuzung und des Torturms eigentlich Baumpflanzungen vorgesehen gewesen seien. Stadtwerkeleiter Helmut Wiesinger sagte, das sei ein früherer Stand bei der Entwurfsplanung gewesen. Nun ist an den besagten Stellen nur noch „mobiles Grün” vorgesehen. Roland Ziener verwies zudem darauf, dass angesichts der Leitungsdichte im dortigen Untergrund die Fläche für eine Baumpflanzung kaum herzubekommen sei.

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Pongratz merkte auch an, die von den Bauarbeiten belasteten Gewerbetreibenden seien jedenfalls „höchst zufrieden, wie sie behandelt werden in der Bauphase”; die Baufirma reagiere sehr direkt und schnell auf die Anliegen der Einzelhändler.

Geringfügiger Nachtrag wurde jetzt nötig

Pongratz stellte in seiner letzten regulären Bauausschusssitzung – der Stadtbaumeister geht zum Monatsende in Ruhestand – noch den allerersten Nachtrag vor, den es zum aktuellen Sanierungsauftrag nun gab. Dieser betraf zum einen Arbeiten im Bereich der Ampelkreuzung, zum anderen die Grabarbeiten beim Rathaus, die zusätzlich nötig wurden, weil der Rathauskeller abgedichtet wird. Insgesamt gehe es dabei um zirka 25.000 Euro Mehrkosten, was bei einer Gesamtsumme von rund zwei Millionen Euro nicht sonderlich ins Gewicht falle.

Für die nächste Etappe der Altstadtsanierung, der Würzburger Straße, sei das Ingenieurbüro gerade über der Planung, berichte Krabbe. Er hoffe, dass man „zeitig zu Beginn des nächsten Jahres” die nächsten Schritte gehen könne.

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