Fußball-Nationalspielerin Lena Oberdorf kommt ihrem Comeback nach der zweiten Kreuzbandverletzung näher. Zuletzt stieg die 24-Jährige wieder komplett in das Teamtraining beim FC Bayern München ein. „Das macht sehr viel Spaß. Eine Grätsche habe ich aber noch nicht ausgepackt, weil alles noch ein bisschen mit Augenmaß gespielt wird“, sagte sie dem „Münchner Merkur“. Oberdorf hatte sich im Oktober 2025 zum zweiten Mal in knapp eineinhalb Jahren das Kreuzband im rechten Knie gerissen.
Die Münchner Doublesiegerinnen bestreiten am Sonntag (16.00 Uhr) in ihrem neuen Champions-League-Stadion in Unterhaching die Generalprobe für den Supercup fünf Tage später gegen den VfL Wolfsburg. Wann Mittelfeldspielerin Oberdorf wieder in Partien auflaufen kann, das werde sich noch zeigen. Die Entscheidung werde in enger Absprache mit den Ärzten gefällt, sagte sie.
„Ich komme jeden Tag zum Training und mache das, was mit mir abgestimmt wird. Das ist auch gut so, dann mache ich mir keinen Stress und die Entscheidungen werden zusammen mit Menschen getroffen, die sich sehr gut damit auskennen“, schilderte sie.
Die lange Ausfallzeit habe etwas mit ihr gemacht. „Ich bin deutlich erwachsener geworden. Ich bin nicht mehr so naiv, nicht zuletzt mit Blick auf meine Entscheidungen auf dem Platz. Welchen Zweikampf muss ich jetzt wirklich bestreiten? Wo muss ich wirklich ran und wo kann ich ruhiger agieren?“
Als Saisonziel hat Oberdorf: „Ich will verletzungsfrei bleiben und Spaß haben. Ich will mich nicht so unter Druck setzen und einfach das Fußballspielen wieder genießen.“
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