Das Festival der Kulturen in Ansbach: Warum es etwas Besonderes ist | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.10.2024 20:00

Das Festival der Kulturen in Ansbach: Warum es etwas Besonderes ist

Speisen verschiedener Länder und Kulturen gab es im Onoldiasaal zu kosten. Am indonesischen Stand war die Chefin des Integrationsbeirats, Villy Wiegel (Zweite von rechts), mit von der Partie. (Foto: Oliver Herbst)
Speisen verschiedener Länder und Kulturen gab es im Onoldiasaal zu kosten. Am indonesischen Stand war die Chefin des Integrationsbeirats, Villy Wiegel (Zweite von rechts), mit von der Partie. (Foto: Oliver Herbst)
Speisen verschiedener Länder und Kulturen gab es im Onoldiasaal zu kosten. Am indonesischen Stand war die Chefin des Integrationsbeirats, Villy Wiegel (Zweite von rechts), mit von der Partie. (Foto: Oliver Herbst)

Die Welt ist wieder einmal ins Tagungszentrum Onoldia eingezogen. Mit dem nunmehr siebten Festival der Kulturen endeten am Sonntag die traditionellen Interkulturellen Wochen in Ansbach. Die Verantwortlichen vom Integrationsbeirat der Stadt verfolgen mit dieser Art des Abschlusses der Reihe ein ganz besonderes Ziel.

So wie das Festival der Kulturen den Höhepunkt der diesmal 31. Interkulturellen Wochen bildete, so stellte ein großes Büfett das Zentrum dieses Festivals dar. Dicht an dicht boten hier Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen ihre herzhaften und süßen Speisen sowie ihre Getränke an.

Bis zu 20 Länder und Kulturen waren beim Büfett-Angebot vertreten – von der Ukraine, Belarus und Deutschen aus Russland über den Verein Israelitische Religionsgemeinde Ansbach-Mittelfranken, Syrien und Tunesien bis zu Rumänien und Afghanistan. Dies schilderte die Integrationsbeauftragte der Stadt, Iryna Savchenko. Fränkische saure Zipfel gab es genauso zu kosten.

Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten

„Es ist wichtig, dass die Leute miteinander in Kontakt kommen und Vorurteile abbauen“, machte Iryna Savchenko deutlich. „In dieser schweren, schweren Zeit“ und im Hinblick auf die Ereignisse auf der Welt gehe es darum, ein bisschen Licht zu verbreiten.

Dies sagte sie auch angesichts der Kriege, die nach wie vor die Ukraine und den Nahen Osten erschüttern. Auch wenn es schwierig sei, gelte es, zumindest für einen Tag fröhlich zu sein und Frieden zu pflegen.

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Als das Besondere des Festivals der Kulturen sieht die Vorsitzende des Integrationsbeirats, Villy Wiegel, „dass alle Nationalitäten zusammenkommen, und das ist unser Ein und Alles“. Wichtig findet sie, dass auch Einheimische mit anderen Nationen in den Dialog treten.

Wiegel hatte das Festival der Kulturen eröffnet. Dessen Motto lautete wie 2023 „Neue Räume“. Das Festival solle zum Beispiel „zeigen, zu welcher Vielfalt andere Kulturen beitragen“. Villy Wiegel übergab das Wort an drei junge Moderatoren: Avin Bakr, Mouad Bouzid, der Mitglied des Integrationsbeirats ist, und Roman Matveev. Alle drei gehören der Theatergruppe Integral an.

Junge Menschen auf der Bühne

Das Festival der Kulturen fußt nach den Worten der Integrationsbeauftragten Savchenko auf drei Säulen. Eine ist das Bühnenprogramm. Dabei waren etwa die junge Sängerin Ivana Schildbach aus Ansbach oder die Kinder und Jugendlichen der Tanzgruppe Dance Paradise.

Angeleitet von der Choreographin Dina Matveeva, die ebenfalls im Integrationsbeirat mitwirkt, präsentierten die Mitglieder der Gruppe ein Potpourri an Tänzen verschiedener Länder und Kulturen, zum Beispiel mit russischem, ukrainischem oder jüdischem Hintergrund. Der Schriftsteller André Ekama stammt aus Kamerun, lebt in Gunzenhausen und las jetzt in Ansbach aus seinen Werken.

Als zweite Säule nennt Iryna Savchenko die Workshop-Arbeit – „um miteinander zu arbeiten, zu malen und zu sprechen“. Bei der Jungen Kunstschule (Juks) des Kulturforums Ansbach etwa ging es darum, sich einem Wimmelbild der Stadt zu widmen.

Die Vielfalt und die bunte Stadt

Die dritte Säule markiert gemäß den Angaben der Integrationsbeauftragten letztlich das internationale Essen und Trinken: „Das verbindet die Menschen miteinander.“ Infostände, zum Beispiel von der Volkshochschule (VHS) der Stadt, rundeten das Programm ab.

Oberbürgermeister Thomas Deffner würdigte in seinem Grußwort alle Gruppen und Organisationen, die das Festival ermöglichten. Er zeigte sich erfreut „über die Vielfalt, über diese bunte Stadt“. So müsse es sein. Gerade in diesen Zeiten sei es erforderlich, dass man interkulturell zusammenarbeite.

Veranstalter der Interkulturellen Wochen war wieder der Integrationsbeirat mit vielen Partnern. Gestartet war die Veranstaltungsreihe am 23. September.

Sowohl Villy Wiegel als Vorsitzende als auch Iryna Savchenko als Integrationsbeauftragte zeigten sich mit der Resonanz darauf mehr als zufrieden. Die einzelnen Programmpunkte hätten wieder mehr als 1000 Besucher gefunden. Allein fürs Festival der Kulturen am Sonntag schätzten sie ungefähr 500 Gäste.

Eine Bildergalerie zum Festival der Kulturen finden Sie hier.

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