CNN-Gründer Ted Turner ist tot | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.05.2026 16:54, aktualisiert am 06.05.2026 17:46

CNN-Gründer Ted Turner ist tot

Der CNN-Gründer Ted Turner ist tot. (Foto: Justin Lane/EPA/dpa)
Der CNN-Gründer Ted Turner ist tot. (Foto: Justin Lane/EPA/dpa)
Der CNN-Gründer Ted Turner ist tot. (Foto: Justin Lane/EPA/dpa)

Der Gründer des US-Nachrichtensenders CNN, Ted Turner, ist tot. Turner sei im Alter von 87 Jahren gestorben, teilte CNN mit. 1980 hatte Turner in der Metropole Atlanta im US-Bundesstaat Georgia das Cable News Network (CNN) gegründet - den ersten Sender, der rund um die Uhr Nachrichten sendete und einen neuen Stil der TV-News prägte.

„Ted ist der Gigant, auf dessen Schultern wir alle stehen, und wir werden uns heute alle einen Augenblick nehmen um ihm und dem Einfluss, den er auf unsere Leben und unsere Welt hatte, zu gedenken“, sagte CNN-Chef Mark Thompson. Turner sei in seinem Haus in der Nähe der Stadt Tallahassee im US-Bundesstaat Florida gestorben, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf einen Sprecher der Familie.

Bereits vor einigen Jahren hatte Turner mitgeteilt, dass er an Demenz leide. Er verfolge keine Nachrichten mehr, schaue aber gelegentlich noch CNN, sagte der Medienmogul damals.

Trump würdigt Turner als „einen der Größten aller Zeiten“

US-Präsident Donald Trump würdigte Turner via seiner Online-Plattform Truth Social als „einen der Größten aller Zeiten“. Turner sei ein Freund von ihm gewesen, der immer für ihn da gewesen sei, wenn er ihn gebraucht habe, schrieb Trump weiter.

CNN war bis 2022 von Turner Broadcasting System betrieben worden, Turner selbst hatte sich bereits 2003 weitgehend aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. 2022 hatte Warner Bros. Discovery CNN übernommen, derzeit steht eine Übernahme von Warner Bros. durch den Hollywood-Rivalen Paramount an, die aber von den Regulierungsbehörden noch nicht freigegeben ist. Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte.

CNN sei nach Turner zerstört worden, schrieb Trump nun. „Es wurde woke und alles, was er nicht ist.“ Die neuen Käufer - hinter dem Paramount-Deal steckt die Familie des Tech-Milliardärs Larry Ellison - seien „wunderbare Menschen“ und könnten CNN „zu alter Glaubwürdigkeit und Ehre“ zurückbringen.

Schon mit 24 sanierte Turner das Unternehmen seines Vaters

Geboren wurde Turner als Robert Edward Turner III. am 19. November 1938 im US-Bundesstaat Ohio, später zog die Familie nach Georgia. Im Alter von 24 Jahren übernahm Turner das fast bankrotte Plakat-Werbeunternehmen seines Vaters und sanierte es. 1977 gewann der Weltklasse-Segler den „America's Cup“.

1980 gründete er dann CNN als weltweit ersten großen TV-Sender nur für Nachrichten. „Wir können die Menschen dieses Landes und der Welt hoffentlich in Brüderlichkeit, Güte, Freundschaft und Frieden zusammenbringen“, sagte Turner zum Auftakt. CNN versammelte Millionen vor den Bildschirmen, als sich die Welt veränderte - und prägte seinerseits die Welt mit seiner direkten Live-Berichterstattung. Von einem zuweilen von Konkurrenten belächelten Nischenprojekt brachte es der Sender zum weltweiten Player.

Engagierter Wohltäter - mit Stern auf dem „Walk of Fame“

Zusätzlich versuchte Turner sich im Wrestling- und Filmbusiness. Viele Jahre lang gehörte ihm auch das Baseball-Team Atlanta Braves. Der Medienmogul war dreimal verheiratet, zuletzt wischen 1991 und 2001 mit der Hollywood-Schauspielerin Jane Fonda, und hat fünf Kinder. Nach seinem Ausscheiden bei CNN entwickelte sich Turner zum engagierten Wohltäter. Als Umweltschützer sowie Milliarden-Spender für die Vereinten Nationen und internationale Friedensprojekte erwarb er sich weltweit Anerkennung. Auch einen Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“ bekam Turner verliehen.

„Ich versuche, den Rekord für die meisten Errungenschaften einer Person in einer Lebenszeit zu erreichen“, sagte Turner einmal in einem Interview. „Und das bringt einen in ziemlich große Gesellschaft: Alexander der Große, Napoleon, Gandhi, Christus, Mohammed, Buddha, Washington, Roosevelt, Churchill.“

© dpa-infocom, dpa:260506-930-43669/2


Von dpa
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