Chip im Kopf - Bayerische Firma will Musk Konkurrenz machen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.11.2026 14:39

Chip im Kopf - Bayerische Firma will Musk Konkurrenz machen

Die Futrue-Gruppe in Gräfelfing bei München will elektronische Gehirn-Computer-Schnittstellen entwickeln. (Symbolbild) (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/dpa-tmn)
Die Futrue-Gruppe in Gräfelfing bei München will elektronische Gehirn-Computer-Schnittstellen entwickeln. (Symbolbild) (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/dpa-tmn)
Die Futrue-Gruppe in Gräfelfing bei München will elektronische Gehirn-Computer-Schnittstellen entwickeln. (Symbolbild) (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/dpa-tmn)

Die oberbayerische Unternehmensgruppe Futrue kündigt eine Großinvestition von hundert Millionen Euro in eine Zukunftstechnologie der Medzintechnik an: In München soll ein Entwicklungszentrum samt dazugehöriger Produktionsstätte für sogenannte Brain Computer Interfaces (BCI) entstehen - Schnittstellen zwischen Gehirn und Computer, die unter anderem Gelähmten erlauben sollen, elektronische Geräte mittels ihrer Gedanken zu steuern. 

An der Entwicklung der Technologie lässt unter anderem US-Milliardär Elon Musk seit langem arbeiten, zudem sind international etliche Start-ups auf diesem Feld aktiv. Geforscht wird auch an der Technischen Universität München, an der Mediziner 2025 einem querschnittgelähmten Patienten ein elektronisches Hirnimplantat einsetzten. 

Die in Gräfelfing vor den Toren Münchens ansässige Futrue-Gruppe ist kein klassisches Start-up, sondern ein 2008 gegründeter kleiner Konzern mit gut 20 Unternehmen hauptsächlich im Bereich Pharma und Nahrungsergänzungsmittel. Gründer ist der Mediziner Clemens Fischer, der äußerst ehrgeizige Pläne verfolgt: Die Tochtergesellschaft Futrue Neurosciences soll Musks „Neuralink“-Projekt im Rennen um die globale Technologieführerschaft herausfordern, wie es in der Mitteilung heißt. Laut Webseite der TU München ist Futrue eines von mehreren Partnerunternehmen der Forschungsallianz für Neurotechnologie. 

Die Technologie basiert darauf, dass die Signale der Neuronen im Gehirn ganz schwach elektrisch sind. Die elektronischen Schnittstellen im Kopf wandeln diese Signale um und übermitteln sie an externe Geräte, so dass gelähmte Patienten Computer mittels Gedanken steuern können.

© dpa-infocom, dpa:261106-930-956164/1


Von dpa
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