Im 18. Jahrhundert schon hat die Residenz Ansbach ihr heutiges Antlitz von Gabriel di Gabrieli und Karl Friedrich von Zocha erhalten. Dennoch gibt es an dem prunkvollen Gebäude bis heute freilich immer wieder einiges zu tun. Im Augenblick ist an verschiedenen Stellen Baustelle. Besonders fällt dies an einer Stelle auf.
An der Fassade sind die Arbeiten für die Betrachter am augenfälligsten. „Die aktuelle Fassadensanierung, die sich in mehrere Abschnitte gliedert, begann bereits Anfang der 2000er Jahre und nimmt noch einige Jahre in Anspruch“, stellt Ines Holzmüller, Pressesprecherin der Bayerischen Schlösserverwaltung, auf Anfrage der FLZ fest.
In ihrem Verlauf passe man die Planungen ständig an die Erkenntnisse bereits bearbeiteter Abschnitte an. Dies diene dazu zu gewährleisten, möglichst substanzschonend zu sanieren.
„Es werden Putze und Anstriche erneuert sowie Fenster und Gauben im notwendigen Umfang überarbeitet.“ Dabei richte sich die Reihenfolge der Fassaden nach deren Schadensumfang und der Dringlichkeit, die sich daraus ergebe.
Die Schlossfassaden zu sanieren, wirkt sich auch auf die Prunkräume aus, die Besucher der Residenz besichtigen können. Für einzelne Renovierungsarbeiten seien Staubschutzmaßnahmen in den Prunkräumen der Residenz nötig, erklärt Ines Holzmüller.
Bei diesen Arbeiten sei es notwendig, Teile der wertvollen Ausstattung mit Staubschutzfolien abzudecken. Diese Staubschutzmaßnahmen übrigens „wandern mit den Fassadenarbeiten bis zu deren Abschluss mit“. Sie seien jedoch so konzipiert, dass man es weitestgehend aufrechterhalten könne, die Prunkräume der Residenz zu besichtigen.
Eine wichtige Aufgabe ist es im Moment, den Festsaal, also den Carlonesaal, zu restaurieren. Viele warten darauf, ihn wieder ohne Gerüsteinbauten besichtigen zu können. Für sie gilt es aber, sich zu gedulden. „Die Restaurierung des Carlonesaals dauert voraussichtlich noch bis 2025“, führt die Pressesprecherin aus. Allerdings: „Sanierungsarbeiten für die übrigen Prunkräume sind aktuell nicht geplant.“
Ein weiteres umfangreiches Projekt kam unlängst hinzu. „Mitte April starteten die sichtbaren Arbeiten für die Kanalsanierung, die Schlossumgriff und Hofgarten betrifft“, berichtet Ines Holzmüller. Sie dauere mehrere Jahre. Im Rahmen dieser Maßnahme berücksichtige man auch Aspekte der Barrierefreiheit, was unter anderem die Bedingungen für Fußgänger verbessere.
Im und am Schloss finden durchgehend Bauunterhaltsarbeiten sowie komplexere Maßnahmen – wie die beschriebenen – statt, wie die Pressesprecherin schildert. „Dies ist unter anderem abhängig vom Baubedarf, also dem Zustand des Gebäudes und seiner Anlagen, sowie vom verfügbaren Etat.“
Apropos Finanzen: Die großen Maßnahmen an der historischen Residenz kosten natürlich auch einiges an Geld. „Für die Restaurierung des Carlonesaals, die Fassadensanierung sowie die Kanalsanierung investiert der Freistaat Bayern insgesamt rund 35 Millionen Euro“, macht Ines Holzmüller deutlich.