Bad Windsheim: Kaum begehbarer Bürgersteig wird wieder hübsch | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 27.04.2023 16:21

Bad Windsheim: Kaum begehbarer Bürgersteig wird wieder hübsch

Der Gehweg am Walkmühlweg wird für 70.000 Euro brutto barrierefrei. Wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind, begutachten (von links) Jürgen Heckel, Samuel Jäger und Christoph Arnold. (Foto: Nina Daebel)
Der Gehweg am Walkmühlweg wird für 70.000 Euro brutto barrierefrei. Wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind, begutachten (von links) Jürgen Heckel, Samuel Jäger und Christoph Arnold. (Foto: Nina Daebel)
Der Gehweg am Walkmühlweg wird für 70.000 Euro brutto barrierefrei. Wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind, begutachten (von links) Jürgen Heckel, Samuel Jäger und Christoph Arnold. (Foto: Nina Daebel)

Seit rund drei Wochen ist der Walkmühlweg in Bad Windsheim gesperrt, weil der Gehweg auf einer Länge von 120 Metern barrierefrei ausgebaut wird. Der Verkehr wird umgeleitet. Dass dies ein Grund zur Freude sei und nicht zum Frotzeln über die zeitlich begrenzten Behinderungen, betonte Bürgermeister Jürgen Heckel beim Ortstermin.

Voraussichtlich Mitte Mai wird die Maßnahme abgeschlossen sein. Die Missstände auf dem Gehweg am Walkmühlweg seien „kaum vorstellbar“ gewesen, erklärte Bürgermeister Heckel. Deswegen sei eine weitere Verzögerung der Maßnahme nicht tragbar gewesen. „Seit 30 Jahren ist den Anwohnern versprochen worden, dass etwas gemacht wird. Passiert ist nichts.“ Er habe keinen weiteren Verzug hinnehmen wollen und können und das Projekt entsprechend massiv vorangetrieben.

Bürgersteig war kaum noch begehbar

Auch Christoph Arnold, der bei der Stadt Bad Windsheim für den Tiefbau und speziell den Straßenbau verantwortlich ist, bestätigt den schlechten Zustand des Fußweges. „Der war eigentlich nicht mehr begehbar, so dass man streckenweise lieber auf die Straße ausgewichen ist“, sagt er und weist darauf hin, dass bereits seit Längerem regelrecht „Unfallgefahr“ bestanden habe.

Dass man den Walkmühlweg für den Verkehr gesperrt habe, sei Arnold zufolge wohlüberlegt und gerechtfertigt. Wäre er mittels Ampelschaltung weiterhin einseitig befahrbar geblieben, hätte sich die Dauer der Maßnahme erheblich verlängert. Durch die Vollsperrung habe sie sich hingegen halbiert. „Die Umleitung des Verkehrs ist den Bürgern durchaus zumutbar“, sagt Heckel. Und Fußgänger sowie Radfahrer könnten den Walkmühlweg jederzeit befahren. Letztlich habe die ganze Bürgerschaft nun „einen Riesenvorteil“.

Leerrohre auch gleich mitverlegt

Wäre die Straße nicht abgeriegelt worden, hätten es die Gewerke zudem viel schwerer gehabt, ihre Arbeiten zu erledigen, hieß es. Mit der jetzigen Lösung hätten sie sich mit ihren Baumaschinen und Materialien jederzeit frei bewegen können. Von den Fachfirmen rückten letztlich mehr an als ursprünglich geplant. Beispielsweise nutzten auch die Stadtwerke den Ausbau, um Strom- und Wasserleitungen zu verlegen. Und es wurden Leerrohre eingesetzt, um später den Glasfaserausbau zu ermöglichen. „Es ist mehr geworden als ursprünglich geplant war“, so der Stadtchef.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Anzahl der Straßenleuchten sei ebenfalls erhöht worden, so dass sich die Abstände zwischen den einzelnen Masten deutlich verringert haben. „Damit sind jetzt nachts die dunklen Löcher weg“, erklärte Jürgen Heckel. Zudem wurden im Zuge des barrierefreien Ausbaus die Höhen zwischen Gehweg sowie privaten Höfen angeglichen. Und der Bürgersteig wurde insgesamt verbreitert. „Die Straße ist aber an der schmalsten Stelle weiterhin mehr als sechs Meter breit und bleibt damit gut befahrbar“, sagte Arnold.

Ausbau des Walkmühlwegs als Unterricht

Er hat momentan einen Auszubildenden zum Straßenbauer im ersten Lehrjahr an seiner Seite, für den der Ausbau des Gehweges am Walkmühlweg zu einer besonderen Unterrichtseinheit geworden sei. Damit Samuel Jäger nicht nur Theorie vermittelt bekommt, sondern auch die Praxis im Team und direkt vor Ort miterlebt, hat er eine Woche lang aktiv beim Ausbau mit angepackt.

north