„Sehr emotionales Thema“: Was aus Esprit im Brücken-Center Ansbach wird | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.08.2024 16:07

„Sehr emotionales Thema“: Was aus Esprit im Brücken-Center Ansbach wird

Noch wird in der äußeren Ladenstraße im Brücken-Center Esprit-Bekleidung verkauft. Doch nachdem der Konzern insolvent ist, wird sich das ändern. (Foto: Robert Maurer)
Noch wird in der äußeren Ladenstraße im Brücken-Center Esprit-Bekleidung verkauft. Doch nachdem der Konzern insolvent ist, wird sich das ändern. (Foto: Robert Maurer)
Noch wird in der äußeren Ladenstraße im Brücken-Center Esprit-Bekleidung verkauft. Doch nachdem der Konzern insolvent ist, wird sich das ändern. (Foto: Robert Maurer)

Welche Auswirkungen hat die angekündigte Schließung der Esprit-Filialen in Deutschland auf den Standort im Ansbacher Brücken-Center? Direkt gar keine. Denn das Geschäft im Einkaufszentrum betreibt die Kette nicht selbst, sondern die Sport Valtin GmbH ist hier Franchisenehmer. Und doch wird sich einiges ändern.

„Wir werden jetzt zunächst einen Abverkauf machen“, kündigte Uwe Valtin am Dienstag gegenüber der FLZ an. „Wir können nach wie vor bei Esprit einkaufen und werden das auch tun.“ Wie lange noch Lieferungen in Ansbach ankommen, werde sich zeigen. „Dann sehen wir weiter“, sagte Valtin.

Bei der Dielmann-Filiale im Brücken-Center tut sich etwas. (Archivbild: Jim Albright)
Bei der Dielmann-Filiale im Brücken-Center tut sich etwas. (Archivbild: Jim Albright)

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Mitarbeitende von Valtin können in die Sportwelt

Die Mitarbeiterinnen, die sich im Esprit-Laden bislang dreieinhalb Stellen teilen, müssten sich keine Gedanken um ihre Jobs machen. Sie können gegebenenfalls in der Sportwelt oder in der Bergwelt eingesetzt werden, betont Uwe Valtin.

Als Franchisenehmer könnte er Esprit den Rücken zuwenden und bei einer anderen Marke anheuern. Doch ganz so einfach ist es nicht. „Für mich ist das ein sehr emotionales Thema.“ Seit 2004 verkauft die Valtin-Gruppe Esprit-Mode in Ansbach. Die Zusammenarbeit kam über das Sport-Label der Marke zustande. Uwe Valtin: „Deshalb hat es mir auch sehr weh getan, zu beobachten, wie immer wieder Fehler im Management des Konzerns gemacht wurden.“

Noch eine Chance für die Marke in Ansbach?

Der Geschäftsführer will Finanzinvestor Alteri noch eine Chance geben. Dessen Modeunternehmen CBR, zu dem bereits Street One und Cecil gehören, hat die Markenrechte an Esprit erworben. Uwe Valtin: „Wenn da ein Angebot für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit kommt, schauen wir uns das auf jeden Fall an.“

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Die Entscheidung, einfach auf eine andere Marke zu setzen, fällt Uwe Valtin noch aus einem anderen Grund schwer. „Unser Schwerpunkt liegt im Sport. Der Bereich Mode hat sich daraus eher zufällig ergeben.“ Unter dieser Voraussetzung sei es schon sehr genau zu überlegen, zu einem anderem Label zu wechseln. Zumal die Modebranche generell gebeutelt ist. Neben Galeria Karstadt Kaufhof haben zuletzt auch Modehändler Peek & Cloppenburg, Modehersteller Gerry Weber und der deutsche Ableger der Marke Scotch & Soda die Segel gestrichen.

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