Oktober 2023: Die Sanierung der Ansbacher Straße sollte zum größten Teil abgeschlossen sein – lediglich ein paar kurzfristige Asphaltarbeiten stünden noch an. Soweit die ursprüngliche Planung. Die Realität? Die Baustelle wird im Ruhezustand überwintern und im kommenden Frühling wieder aufgemacht. Fertigstellung? Voraussichtlich Juni 2024.
Wie das Staatliche Bauamt in Ansbach am Montag mitteilte, habe man nach einem Ortstermin mit Vertretern der Stadtverwaltung beschlossen, die Bauzeit bis Juni des kommenden Jahres zu verlängern.
Wie das Bauamt weiter schreibt, hätten die Vorarbeiten am Kanal und an den Versorgungsleitungen die geplante Fertigstellung in diesem Monat „unmöglich gemacht“. Man habe sich deshalb mit Vertretern der Baufirma abgesprochen und vereinbart, dass der westliche Gehweg bis Weihnachten fertiggestellt wird, die Arbeitsräume in der Straße für die Aufgrabungen mit Asphalt verschlossen werden und dann bis zum zeitigen Frühjahr 2024 die Baustelle geräumt wird.
Die Arbeiten am Gehweg auf der Ostseite und an der Fahrbahn der Staatsstraße sollen dann bis Juni 2024 erledigt werden. Die Vertreter der Stadt, so räumt das Bauamt unumwunden ein, hätten dies sehr unzufrieden zur Kenntnis genommen, „tragen aber das gemeinsame Ergebnis der Besprechung mit, da zumindest der eine Gehweg fertiggestellt und die Fahrbahn über den Winter wieder in beiden Richtungen befahrbar ist“.
Zufrieden können wir kaum sein
Dies bestätigte Klaus Meier gegenüber der Redaktion. „Zufrieden können wir kaum sein“, so der Bürgermeister. Aber man habe sich beim Ortstermin immerhin darauf verständigt, „dass wir halt jetzt einfach das Beste daraus machen müssen“. Der ebenfalls anwesende Repräsentant der beauftragten Baufirma habe bereitwillig zugegeben, dass die Arbeiten bislang alles andere als optimal verlaufen seien und Besserung gelobt. „Jetzt hoffen wir, dass der Gehweg auf der Westseite tatsächlich bis Dezember fertig wird. Dann können wir die Straße für drei, vier Monate wieder in beiden Richtungen freigeben und die Umleitung bis zum nächsten Frühjahr aufheben.“ Davon, so Klaus Meier weiter, erhoffe er sich sowohl eine Entlastung für die Ortsteile wie beispielsweise Birkenfeld, „die schon sehr viel Umgehungsverkehr ertragen mussten“, als auch für die Anwohner der umliegenden Straßen.
Die Stadt hat selbst kaum Möglichkeiten, ins Geschehen einzugreifen oder für eine Beschleunigung zu sorgen. Der Grund: Bei der Ansbacher Straße, eine der wichtigsten Verbindungen vom Aischgrund aus in Richtung Zenngrund und weiter nach Ansbach, handelt es sich bekanntlich um eine Staatsstraße, für die weder Stadt noch Landkreis, sondern eben der Freistaat und damit das Staatliche Bauamt zuständig sind. Lediglich für die Randbereiche tragen die NeuStadtWerke (Kanal) die Verantwortung und die Stadt (Gehwege, Gestaltung) die Kosten. Letztgenanntes soll von der Baufirma – inklusive des neuen Radschutzstreifens – mit übernommen werden, Erstgenanntes ist kein Thema mehr: Die Leitungsverlegungen durch die Stadtwerke seien abgeschlossen, so Meier.
Insgesamt werden die rund 500 Meter der Ansbacher Straße mit einem Kostenaufwand von rund 2,3 Millionen Euro saniert und teilweise neu gestaltet. Aktuelle Informationen zum Baufortschritt werden auch auf der Internetseite des Staatlichen Bauamtes Ansbach unter „St 2255, KA Ausbau Ortsdurchfahrt Neustadt“ (bayern.de) veröffentlicht.