Ansbach Open 2026: Beeinflusst ein Star-Ausfall die Vorbereitungen zum Festival? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.06.2026 19:40

Ansbach Open 2026: Beeinflusst ein Star-Ausfall die Vorbereitungen zum Festival?

Das Ansbach Open zieht seit 2000 für ein Wochenende Popstars in die Stadt. Das Festival soll ein Programm für alle Altersgruppen bieten. (Archivbild: Philipp Merx)
Das Ansbach Open zieht seit 2000 für ein Wochenende Popstars in die Stadt. Das Festival soll ein Programm für alle Altersgruppen bieten. (Archivbild: Philipp Merx)
Das Ansbach Open zieht seit 2000 für ein Wochenende Popstars in die Stadt. Das Festival soll ein Programm für alle Altersgruppen bieten. (Archivbild: Philipp Merx)

Ein Festival für alle, das will Ansbach Open sein: für die Kinder Checker Tobi, für das junge Partyvolk Kamrad und Loi, für die etwas Älteren The Bosshoss und für die, die bei einem Konzert lieber sitzen, Hannes Ringlstetter und Stephan Zinner. In acht Wochen geht es los. Die Kammerspiele sind in der heißen Phase der Vorbereitung.

Mit der Zusammenstellung des Programms sind Kammerspiele-Vorsitzender Wolfgang Bartusch und Organisatorin Anna Schuster jedenfalls vollauf zufrieden. „Da ist wirklich für jeden etwas dabei”, sagt Schuster. Als das Ansbach Open vor zwei Jahren wiederbelebt wurde, musste alles schnell gehen. Diesmal war ausreichend Zeit, um das Programmpaket richtig rund zu bekommen. Die Kooperation mit dem Concertbüro Franken hat sich dabei bewährt.

Sogar den schwangerschaftsbedingten Ausfall von Madeline Juno konnte man stressfrei verkraften. Mit Loi hat sich schnell ein adäquater Ersatz gefunden. Bekannt wurde die Sängerin aus Mannheim mit dem Lied „Gold” und natürlich mit ihrem Sieg in der TV-Sendung „The Masked Singer”.

Spektakuläres auf der Bühne

Loi ist am Sonntag, 26. Juli, die Unterstützung für Kamrad. Der Singer-Songwriter ist ein Musik-Phänomen. Seine Lieder („I believe”, „Feel Alive”, „Be mine”) kennt jeder aus dem Radio, beim Namen tun sich viele schwer – trotz eines Auftritts als Juror bei „The Voice of Germany”. Wolfgang Bartusch weiß, dass der 29-Jährige ein eher junges Publikum anzieht. Er hofft auf mindestens 1200 Besucherinnen und Besucher. „Gerne mehr”, sagt er und grinst. Tim Kamrad könne auch ein großes Publikum mitreißen. Das habe er schon bewiesen.

Nach der Absage von Lena musste schnell reagiert und die Bühne umgebaut werden: Dem Auftritt der Sängerin Leony am Campus der Hochschule tat das aber keinen Abbruch. (Foto: Bayerische Drohnenakademie)
Nach der Absage von Lena musste schnell reagiert und die Bühne umgebaut werden: Dem Auftritt der Sängerin Leony am Campus der Hochschule tat das aber keinen Abbruch. (Foto: Bayerische Drohnenakademie)

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Am Samstagabend gehört die Bühne „The Bosshoss”. Die Band mit dem Country-Einschlag steht für „eine tolle Bühnenshow”, die ihresgleichen sucht, weiß Thorsten Siebenhaar von den Kammerspielen. Man könne auch dann einen super Abend haben, wenn man Bosshoss daheim eher selten auf der Playlist stehen hat, ist Siebenhaar überzeugt. So ähnlich ging es vor zwei Jahren vielen, die beim Clueso-Konzert waren: Wer da war, schwärmt. Wolfgang Bartusch hofft, dass sich bis zum Auftritt noch einige Tickets verkaufen lassen. 2500 Menschen seien die Zielmarke. Bislang sind knapp 2000 Karten weg.

Bereits ausverkauft sind Tobi Krell alias der aus dem Fernsehen bekannte Checker Tobi mit seiner „Großen Sommershow” für Kinder und Erwachsene am Freitagnachmittag sowie der Musikkabarettabend mit Hannes Ringlstetter und Stephan Zinner am Freitagabend. „Vielleicht wird es noch ein paar Stehplätze geben”, kündigt Anna Schuster vorsichtig an. Aber dafür müssten noch letzte Fragen geklärt werden. Insgesamt rechnet Bartusch an den drei Tagen mit 8000 Besucherinnen und Besuchern.

Logistische Vorteile auf dem Campus

Mit dem Festival-Gelände auf dem Hochschul-Campus sind die Verantwortlichen der Kammerspiele sehr zufrieden. „Das ist ein super Ort”, findet Bartusch. Das Gelände fällt zur Bühne vor dem markanten Backsteinbau leicht ab, was die Sicht verbessert. Die Atmosphäre sei toll. Und logistisch sei vieles einfacher als früher in der Reitbahn, ergänzt Schuster. „Wir tun uns auch viel leichter mit dem Backstagebereich”, erklärt Siebenhaar.

Die Akustik auf dem Campus ist allerdings anspruchsvoll. „Der Weg zur gegenüberliegenden Wand ist relativ kurz”, erklärt Anna Schuster. „Aber das haben die Techniker gut im Griff”, ist Wolfgang Bartusch überzeugt und verweist auf den klaren Sound vor zwei Jahren.

Das weitläufige Areal bindet etwas mehr Personal, um es zu überwachen. Aber hier kommen den Kammerspielen die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zugute. Etwa 50 werden an dem letzten Juli-Wochenende im Einsatz sein. Zusätzliche Kräfte sind gern gesehen, rührt Thorsten Siebenhaar die Werbetrommel und macht darauf aufmerksam, dass es eine gute Gelegenheit sei, um dem Ansbacher Kulturverein als Mitglied beizutreten.

Der Hochschul-Campus war im Juli erstmals Festivalgelände fürs Ansbach Open. (Archivfoto: Martina Kramer)
Der Hochschul-Campus war im Juli erstmals Festivalgelände fürs Ansbach Open. (Archivfoto: Martina Kramer)

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Ausdrücklich loben Schuster und Bartusch das gute Miteinander mit der Hochschulleitung. Nachdem vor zwei Jahren das Stromaggregat deutlich hörbar war, hat man inzwischen eigens einen Starkstromanschluss legen lassen. Anna Schuster: „Das zeigt uns, dass da Vertrauen da ist und man von einer langfristigen Zusammenarbeit ausgeht.”

Anspruchsvoll wird der Bühnenaufbau. Denn in der Woche vor dem Ansbach Open laufen in der Hochschule Prüfungen. Darauf muss natürlich Rücksicht genommen werden. „Das war vor zwei Jahren auch so und wir haben es hingekriegt”, gibt sich Bartusch entspannt.

Die Unterstützung für das Ansbach Open sei bestens, betonen Bartusch und Schuster. Stadtverwaltung, Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz würden alle an einem Strang ziehen, damit es ein tolles Festival wird.

Parkplätze direkt nebenan

Herausfordernd war allerdings die Parkplatzfrage. Am Rezatparkplatz laufen die Arbeiten für den Hochwasserschutz, am Messegelände gastiert ein Zirkus, der Aquella-Parkplatz wird bei schönem Wetter ebenfalls benötigt. Doch die Lösung liegt ganz nahe: „Das Brücken-Center unterstützt uns hier dankenswerterweise”, freut sich Bartusch.

Gefordert ist aktuell die Verwaltung der Kammerspiele. Denn parallel zur Vorbereitung für das Ansbach Open läuft ja auch das Altstadtfest, das einiges an Kapazität bindet. „Unsere Leute sind am Anschlag”, weiß Vorsitzender Bartusch.

Eigentlich wäre das Ansbach Open bereits ein Wochenende früher gewesen. Doch da ist das WM-Finale. Dieser Konkurrenz wollten sich die Kammerspiele nicht aussetzen. Auch wenn Thorsten Siebenhaar überzeugt ist: „Das ist ein Mega-Angebot, das wir da machen können. Und das vor der Haustür.”

Ansbach Open

Das Festival gibt es seit dem Jahr 2000. Nena, Silbermond, Haindling, Christina Stürmer, Revolverheld, Mark Forster oder Seiler & Speer haben schon hier gespielt. Der Anschlag 2016 machte das Festival auf unschöne Weise bundesweit bekannt. Nach der Corona-Pause sah es so aus, als würde das Festival in der Versenkung verschwinden. Doch 2024 gab es eine Neuauflage. Die Änderungen: Kammerspiele statt Stadt als Veranstalter, Hochschul-Campus statt Reitbahn als Veranstaltungsort.
In diesem Jahr läuft das Festival von Freitag, 24. Juli, bis Sonntag, 26. Juli. Und so sieht das Programm aus:

  • Freitag um 15.30 Uhr Tobias Krell alias Checker Tobi: Die große Sommershow.
  • Freitag um 20 Uhr Hannes Ringlstetter und Stephan Zinner: Irgendwas mit Küche.
  • Samstag um 18.30 Uhr The Bosshoss: Back to the Boots.
  • Sonntag um 19.15 Uhr Kamrad und Loi (Special Guest).

Dieser Text ist erstmals am 30.05.2026 erschienen.

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