Der Name geisterte schon seit einigen Wochen durch die Ansbacher Politszene, nun hat die AfD bestätigt, dass sie Andreas Mohamed Abs als Oberbürgermeisterkandidaten ins Rennen schickt. Der 46-Jährige wurde ohne Gegenstimme von den Mitgliedern nominiert, heißt es in einer Mitteilung der Partei.
Andreas Abs ist gebürtiger Ansbacher mit syrischen Wurzeln, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Auf der öffentlichen politischen Bühne der Stadt ist er bislang noch nicht in Erscheinung getreten.
Er ist Kfz-Elektriker und Kfz-Technikermeister. 2009 ergänzte der 46-Jährige demnach seine Ausbildung durch den Abschluss zum Technischen Betriebswirt bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg. Zusammen mit seiner Frau und den drei Kindern wohnt er in Ansbach. „Mit meiner Kandidatur möchte ich eine klare Haltung, Bürgernähe und handfeste Entscheidungen in die Stadtpolitik bringen”, wird er in der Mitteilung zitiert.
Abs will durch sein kommunalpolitisches Wirken den Bürgerinnen und Bürgern „eine Stimme und ein Gesicht” geben, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt. Er verstehe seine Kandidatur als Gegenentwurf zur aktuellen Stadtspitze und betont den Anspruch, Entscheidungen künftig stärker gemeinsam mit den Ansbacherinnen und Ansbachern zu treffen. „Ich möchte eine bürgernahe, ehrliche und pragmatische Politik, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Heimat steht.“
Zu seinen politischen Schwerpunkten zählt er die Stärkung von Familien und Handwerksbetrieben, die Verbesserung der Sicherheit in der Stadt sowie die wirtschaftliche Attraktivität Ansbachs. Laut der AfD-Mitteilung sieht Abs insbesondere in der Ansiedlung neuer Unternehmen eine zentrale Voraussetzung für Wohlstand und eine lebendige Innenstadt. Auch eine bessere Versorgung mit Einkaufsmöglichkeiten im Zentrum sei für ihn ein wichtiges Ziel. Aus seiner Sicht seien ältere Menschen häufig gezwungen, zum Einkaufen weite Wege auf sich zu nehmen.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner politischen Agenda ist der Mitteilung zufolge die Gesundheitsversorgung in Ansbach. Er kritisiert die langen Wartezeiten bei Haus- und Fachärzten sowie das Fehlen von spezialisierten Ärzten vor Ort. „Ich selbst habe nach Jahren in Ansbach noch keinen Kinderarzt gefunden, der meine Kinder aufnimmt“, berichtet Abs und sieht hier dringenden Handlungsbedarf.